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Merckelbach, Thomas

Merckelbach, Thomas

männlich um 1537 - 1587  (~ 50 Jahre)

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  • Name Merckelbach, Thomas  [1
    Geboren um 1536/1537  Rheindahlen [41179],Mönchengladbach,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1, 2
    Geschlecht männlich 
    Titel/Amt/Status Reformator der Reichsgrafschaft Dyck  [3
    Beruf Aldenhoven [52457],Düren,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [5
    Schlosskaplan in Dyck 
    • 1563 Hofprediger und Kaplan auf Schloss Dyck [4]
    Beruf 1558  [6
    Oberrentmeister 
    • Seit 1558 Hoftprediger der Gräfen Elisabeth zu Salm. Er ist Geistlicher und zugleich Oberrentmeister der Herrschaft Dyck, verfügt über eine starke Vertrauensposition beim Grafenhaus. [6]
    Beruf 1563  Hemmerden [41516],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [4, 5
    Pfarrer in Hemmerden und Bedburdyck 
    Gestorben Sep 1587  Hemmerden [41516],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [7, 8, 9
    Personen-Kennung I10794  global
    Zuletzt bearbeitet am 4 Nov 2014 

    Vater von Merckelbach, Reinhard,   nach 1562 
    Mutter von Wirtzen, Maria 
    Familien-Kennung F3633  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie von Assen, Eva,   Rheindahlen [41179],Mönchengladbach,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   nach 1609 
    Verheiratet 1565  Bedburdyck [41363],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [3
    Kinder 
     1. Merckelbach, Reiner
     2. Merckelbach, "Heinrich" Goswin,   vor 1614, Soest [59494],Soest,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
     3. Merkelbach, Johannes,   9 Nov 1609, Soest [59494],Soest,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
     4. Merckelbach, Dietrich
     5. Merckelbach, Peter
    Zuletzt bearbeitet am 1 Dez 2019 
    Familien-Kennung F3459  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeboren - um 1536/1537 - Rheindahlen [41179],Mönchengladbach,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf - Schlosskaplan in Dyck - - Aldenhoven [52457],Düren,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf - Pfarrer in Hemmerden und Bedburdyck - 1563 - Hemmerden [41516],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsVerheiratet - 1565 - Bedburdyck [41363],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - Sep 1587 - Hemmerden [41516],Rhein-Kreis Neuss,Nordrhein-Westfalen,Deutschland Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Wappen der Familie Merckelbach in der Grafschaft Wied 1592
    Wappen der Familie Merckelbach in der Grafschaft Wied 1592
    In silber ein rotes Schlangenkopfkreuz in dessen beiden oberen Winkeln je eine rote Kugel. Auf dem gekrönten Turnierhelme mit rotsilbernen Decken ein wachsender roter Drachen (Drachenschlange)

  • Notizen 
    • "Gebürtig aus Dahlem, daher auch Dahlensis genannt. Er war auch Hofprediger und Schloßkaplan zur Dyck, desgleichen Pastor in Hemmerden, verbreitete die neue Lehre und war gegen die Kirchgesetze verheirathet. Er wurde 1582 am 6. Mai durch die unter dem Drosten des Amtes Krekenbeck und Erkelenz, Gillissen von Boichholtz, Parteigängers Adolph von Neuenar, stehenden Krieger in der Kirch verhaftet und gewaltsam fortgeschleppt, weil sein Herr, Graf Werner von Salm, sich gen Gegnern des Gebhard Truchseß angeschlossen hatte." [1]
    • Anmerkungen Max Dechamps:
      Anno 1558
      wird der junge Geistliche, Thomas Merckelbach, von dem Grafen Johann von Salm als Schloßkaplan von Dyck angenommen. Er ist zugleich Pfründner des Antoniusaltares in Dahlen und wird in dieser Eigenschaft im Jahre 1560 von der erzbischöflichen Kurie visitiert. Damals stellt man ihm das Zeugnis aus, er habe besser und gelehrter geantwortet als alle anderen Befragten.
      Anno 1561
      erhält "Herr Thomas" von der Gräfin Elisabeth, die nach dem Tode ihres Gemahls die Regentschaft für ihre vier unmündigen Kinder führt, die Pfarrpfründe von Bedbur. Er holt seinen alten Vater Reinhard und seine Brüder Peter, Heinrich und Eymond zu sich ins Pfarrhaus.
      - Peter Merckelbach heiratet bald darauf Gertrud Heufft aus Viersen, und die gnädige Frau lädt sich selbst zu seiner Hochzeit ein. Sie befiehlt Herrn Thomas, den Tag "ehrlich zu rüsten", und schenkt in ihrem und ihrer Kinder, "der gnädigen Herrn und Fräulein" Namen, ein "Goldreale" und weitere Geldgeschenke.
      Anno 1562
      bezeichnet sich Thomas Merckelbach als "Oberrentmeister aller salm'schen Herrschaftsgebiete". Die Gräfin, die zumeist in Salm weilt, hat die Verwaltung ihrer Güter ganz in seine Hände gelegt. Dieserhalb ist Thomas viel auf Reisen, so zum Landtag in Köln, zum herzoglichen Hof in Jülich und nach Luxemburg. - Sein Bruder, Heinrich Merckelbach, ist der persönliche Sekretär der Gräfin der Verwalter des salm'schen Lehnshofes. - Ein weiterer Bruder, Eymond Merckelbach, besorgt der Gräfin Elisabeth im Jahre 1564 ein wertvolles Pferd und ist in ihrem Auftrage mehrfach auf Reisen.
      Anno 1565
      am 15. Februar schreibt Elisabeth an Herrn Thomas: "Euer Bruder hat uns eine Bittschrift, Euch betreffend, überreicht. Wir haben sie angenommen. Damit Ihr Euch umso besser unterhalten könnt, verehren wir Euch auch den Altar mit der Pastorei in Hemmerden mit aller dazu gehörigen Länderei und Renten."
      - Die Verzichtleistung des bisherigen Pfründners ist offenbar mit Intrigen erzwungen worden, denn dieser Pfarrer Loer schreibt am 9. Februar von Hemmerden aus an die Gräfin: "In Dyckischen Landen und in der Nachbarschaft ist kein kleiner Klang, sie hätten nun den rechten Pastor, um sie um die alten Bräuche zu bringen. Ich will meine Tage nicht bei den Widerspenstigen in Haß und Neid und Mißgunnst verleben." -
      Durch die Neubesetzung der beiden Pfarren in der Herrschaft Dyck soll der Weg freigemacht werden für die Einführung der Reformation. Darauf weist ein Wort der Gräfin in dem oben erwähnten Brief an Thomas hin, das sich auf die Auswahl eines Stellvertreters für die Seelsorge in Hemmerden bezieht: "Weil nun die Not erfordern will, setzt einen, der guter und reiner Lehre ist, auf die Pastorei."
      - Noch, im gleichen Jahre zieht Thomas aus dieser Situation die Konsequenz und schließt öffentlich in der Kirche von Bedbur den Ehebund mit Eva von Assen aus Dahlen. - Daraufhin erfolgt ein Protest des Kölner Kurfürsten Hermann von Wied, der von Elisabeth fordert: "Zu Bedbur und Hemmerden sind verführerische Lehrer und Kirchendiener, wie Ihr aus der Beilage vernehmt. Wir wollen solche ketzerische Personen nicht dulden. Schafft sie alsbald weg." - Die Gräfin berichtet dies Herrn Thomass: "Was der Kurfürst uns der angefangenen Kirchenordnung halber geschrieben hat, seht Ihr aus der Abschrift, überlegt mit dem Amtsmann zu Hülchrath, was wir ihm antworten." - Auf die kurfüstliche Mahnung hin geschieht nichts, und die Dinge nehmen ihren Lauf.
      Anno 1568
      am 22. Februar verhandelt Vogt Heinrich Merckelbach auf einem Gerichtstag über ein Malter Korn, das die Familie von Hundt zu Neuenhofen von alters her für fromme Zwecke gestiftet hat und das die Brüder Werner, Gerhard und Adam von Hundt der Kirche von Bedbur vorenthalten. Der Pfarrer Thomas Merckelbach hat am Osterdienstag des vergangenen Jahres mit den Schöffen vereinbart, daß alle Stiftungen fortab den Armen zugute kommen sollen. Doch die Angeklagten berufen sich darauf, daß der Pfarrrer die mit den Stiftungen verbundenem Meßverpflichtungen nicht mehr erfülle und die Stiftungen selbst hierdurch hinfällig geworden seien. Dieser Einwand wird vom Gericht nicht angenommen, und der Vogt beschlagnahmt die entsprechende Menge Korn, rückwirkend auch für die vergangenen Jahre. Die Brüder von Hundt appellieren daraufhin an den Schöffenstuhl von Aachen.
      Anno 1569
      entstehen Unruhen auf den Dörfern wegen der Abschaffung der katholischen Bräuche und Feste. Auf Vorwürfe der Gräfin hin antwortet Thomas: "Ich bin unverschuldet in Ungnade bei Euch groß geraten, ich habe keine neue Ordnung, sondern dieselbe, die in der Kaplanszeit bei Euch beobachtete. Später habt Ihr mir gesagt, ich solle es halten wie der Herzog von Jülich, oder wie Bedburg und Moers. Ich habe mich nach Eurem Befehl gerichtet in Lehre und Zeremonie. Ihr seid meinem Kirchendienst beigewesen und habt in unserer Gemeinde mit uns die christlichen Sakramente genossen, aber nit ein Einred darzu getan. Darzu ist wahr, daß ich Christum den Gekreuzigten gepredigt und die reine, wahre, alte, katholische Religion und den reinen Gottesdienst geführt habe, welche Lehre in den Schriften der Propheten und Apostel gegeven ist.”
      Anno 1571
      verläßt Peter Merckelbach den Dienst der Dyckischen Grafen, um als Sekretär der Stadt Soest die Nachfolge seines frühverstorbenen Bruders Gottfried anzutreten. Im folgenden Jahre sendet er dem Grafen Werner eine schöne Junge Dogge. Seine Beziehung zur alten Heimat bricht nicht ab. So nimmt er noch im Jahre 1588 in Dyck die Jahresrechnung ab.
      Anno 1572
      hat Graf Werner von Salm die Großjährigkeit erreicht und die Herrschaft angetreten. Er schreibt am 17. Dezember an Herrn Thomas: "Wir haben erfahren, daß aus Jüchen, Gierath und sonst umliegenden Orten, Deine Predigt und Lehre anzuhören, die Leute Dir zulaufen. Darüber haben die Pastoren bei ihrer Obrigkeit geklagt, daraus uns nicht gering Ungemach entstehen würde. Dem zuvorzukommen, ist unser ernstlicher ausdrücklicher Befehl, Du sollst hierin dermaßen handeln, daß die Pastoren mit Fug und Recht über Dich nicht zu klagen haben, und was nicht zu Deiner Pfarre gehört, darauslassen und keinem Fremden das Nachtmahl, noch ihren Kindern die Taufe reichen."
      Anno 1574
      am 9. März mahnt Kurfürst Salentin von Köln den Grafen Werner:
      "Zu Bedbur und Hemmerden sind zwei sektiererische Verführer anstatt Pastoren angestellt und haben eine irrige, unheilsame Lehre, unserer wahren, christlichen und katholischen Religion zuwider, eingeführt, wir können das nicht zulassen. Ist hiermit unser gnädig Gesinnen, Ihr wollt obgenannte Sektierer samt ihrer befleckten unreinen Lehre alsbald innerhalb sechs Wochen weg- und abschaffen und andere gelehrte katholische Personen an ihren Platz verordnen." - Es geschieht auf diese kurfürstliche Mahnung hin nichts, denn Graf Werner hält weiterhin zu Herrn Thomas.
      Anno 1582
      greifen die katholischen Spanier von ihrer nahegelegenen Garnison Kriekenbeck her in den Streit um die Religion ein. Am Sonntag, den 6. Mai überfallen achtzehn Reiter während des Gottesdienstes die Kirche zu Bedbur, zerren den Pastor von der Kanzel und führen ihn mit sich fort. Fünf Tage später trifft von Salm her in Dyck ein Schreiben der jungen Gräfin Maria ein, das an den Amtmann Laudolf gerichtet ist: "Lieber Laudolf! Ich habe mit erschrecktem Gemüt und Herzen vernommen, daß Herr T Thomas gefangen ist. Mein Herr ist nach Lutzenburg verritten. Ich habe den Brief sofort dahingeschickt. Ich habe Mitleid mit Evchen und ihren Kindern, Sage ihr, daß ihr Leid un[d] Kümmernis mich sehr drückt, sie soll Gott vertrauen, der wird ihr Leid in Freud verwandeln. Möge Thomas doch kein Leid geschehen. Tut alles für ihn." - Zur gleichen Zeit trifft bei Laudolf ein Brief des Pfarrers Thomas ein: "Diesen Abend bin ich glücklich zu Kriekenbeck angekommen. Von ihnen, die mich geholt, sind einige Welsche, die unter einem Kapitän in Brabant stehen, Sie wollten mich zuerst nach Einhoven und Maastricht führen. Unterwegs haben sie mich mit ganz unfreundlichen Taten geängstigt, um von mir 2000 Pistoletten zu erhaschen. Der von Neuenahr habe ihnen soviel Geld geboten, wenn sie mich ihm auslieferten. Bei meiner Ankunft in Kriekenbeck habe ich mich ausdrücklich unter den Schutz des Königs von Spanien gestellt, der keine Raubhäuser habe, sondern nur Häuser des Rechts. Aber alles umsonst. Der Kapitän von Kriekenbeck ließ mich garnicht zu Worte kommen und wollte den welschen nicht dreinreden, erklärte nur, ich sollte das Geld schaffen, oder er müsse mich den Welschen überlassen.
      Helft meiner betrübten Frau, daß das Geld spätestens in zwei Tagen hier ist. Werbt, verkauft, versucht alles, wo und was Ihr könnt, und helft mir armen Gefangenen." - Anfang September ist Thomas Merckelbach wieder daheim in Dyck.
      Anno 1584
      am 13. Mai beschweren sich Vertreter einer Bedbur benachbarten Gemeinde auf der Synode der Reformierten in Aachen über den Pfarrer Merckelbach: er benutze bei den Abendmahlsfeiern Kerzen und Velum und vertrete lutherische Ansichten über die Gegenwart Christi im Sakrament - er habe in Jüchen bei einem Begräbnis der Predigt des katholischen Pastors beigewohnt - er wolle seinen Sohn einer ungläubigen (katholischen) Person verheiraten. Daraufhin wird der Prädikant von Neuenhofen beauftragt, mit Thomas Merckelbach wegen des Nachtmahls und der Ärgernisse zu sprechen.
      Anno 1587
      im Monat September stirbt Thomas Merckelbach im Pfarrhaus zu Hemmerden. Sein Bruder Peter Merckeibach, der als Testamentsvollstrecker bestellt ist, kann nicht verhindern, daß die Hinterlassenschaft durch Gläubiger vorläufig beschlagnahmt wird. Dann beginnt ein endloser Erbprozeß, der sich erfolglos über zwanzig Jahre hinzieht. Aus Verbitterung hierüber, greift Dietrich Merckelbach, einer der Söhne des Verstorbenen, zur Selbsthilfe. Er steht in holländischen Diensten una überfällt am 11. April des Jahres 1602 mit einer Abteilung Soldaten das Schloß Dyck, um den Rentmeister Wirsing gefangenzunehmen, dem er die Schuld an der Verweigerung des väterlichen Erbes zumißt. Der Anschlag mißlingt. Dietrich fällt einige Zeit später den Spaniern in die Hände, die ihn als Aufrührer zum Tode verurteilen.
      {Quellenhinweis: Dr. Bremer: Die reichsunmittelbare Herrschaft Dyck. Veröffentlichungen des Kreises Grevenbroich.} [9]
    • Reichskammergericht, Teil VI: M-O, Aktenzeichen : M 771/2216
      Person : (2) Kläger: Erben und Kinder des Thomas Merkelbach, Rentmeisters des Grafen Werner von Salm, Herrn zu Reifferscheid in der Herrschaft Dyck (Kr. Grevenbroich), und Heinrich, Peter, Dr. Reinhard, Thomas, Dietrich 1608 zu Nijmegen (Niederlrlande) als Rottmeister der Fahnenreiter des Rittmeisters Schwichel) und Johannes Merkelbach (1609 bereits verstorben) zu Odenkirchen (Rheydt), (Bekl.: Eva Asenmecher oder Esser zu Rheindahlen, Witwe des Thomas Merkelbach, und ihre minderjährigen Kinder)
      (3) Beklagter: Peter Fluck, Bürger zu Köln, am Platz hinter St. Martin, Faktor und Handelsmann des Grafen Werner von Salm, Herrn zu Reifferscheid, (Kl.)
      (4) Prokuratoren (Kl..): Dr. Johann Jakob Kölblin 1603
      Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Friedrich Haug 1603
      Sachverhalt : Streitgegenstand: Berufung gegen das Urteil der 3. Instanz vom 20. Aug. 1602, wodurch die Schuld– und Bürgschaftsforderung des Appellaten – von ursprünglich 1800 Tlr. – bis zu einer Höhe von 1445 Tlr., 4 Albus, 10 Heller köln. Währung nach dem Wert der Münze im Sept. 1587 zu Köln zuzüglich 5 % Zinsen anerkannt worden ist. Das RKG bestätigt am 18. Febr. 1608 das Urteil der Vorinstanz, so daß mit der Exekution gegen die Güter der Appellanten zu Rheindahlen (Stadt Mönchengladbach) begonnen werden kann. Die Appellanten bestritten die Richtigkeit der Rechnung ihres damals sterbenskranken Vaters von 1587.
      Prozessart : (5) Prozeßart: Appellationis
      Instanz : (6) Instanzen: 1. Stadtgericht (Vogt und Schöffen) zu Dahlen (Rheindahlen) 1588– 1590 – 2. Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) zu Jülich 1590 – 1591 – 3. Jül.–berg. Hofgericht (Räte und Kommissare) zu Düsseldorf 1591 – 1602 – 4. RKG 1603 – 1608 (1585 – 1609)
      Beweismittel : (7) Beweismittel: Originales RKG–Urteil vom 18. Febr. 1608 (in I). Thomas Merkelbachs Rechnungen von 1587 (II 189–192) und 1585 – 1587 mit verschiedenen Zahlungsaufschüben bis 1589 (II 192–210, 316–343). 3 Rotuli von 1594, 1599 und 1600 (III). [8]

  • Quellen 
    1. [S468] Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcese Köln, Band XXII: Dekanat Grevenbroich, (Druck und Verlag von J.P. Bachem, Köln 1883), 30.

    2. [S469] Portal Rheinische Geschichte - Reichsherrschaft Dyck, Wolfgang Löhr, Mönchengladbach , (Stand 30.09.2010).

    3. [S380] Der Zölibat zwischen Devianz und Norm, Antje Flüchter, (Böhlau Verlag Köln Weimar, 2006), 219.

    4. [S468] Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcese Köln, Band XXII: Dekanat Grevenbroich, (Druck und Verlag von J.P. Bachem, Köln 1883), 15.

    5. [S248] Der Ursprung des Geschlechtes Merckelbach Stammtafel, Max Dechamps.

    6. [S455] Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes, (2011), Bd.60 S.11.

    7. [S468] Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcese Köln, Band XXII: Dekanat Grevenbroich, (Druck und Verlag von J.P. Bachem, Köln 1883), 17.

    8. [S470] Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland 115.05.06 Reichskammergericht, Teil VI: M-O Nr.3696.

    9. [S476] Der Ursprung des Geschlechtes Merckelbach, Max Dechamps, VIII g S.11-15.