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1
{Paten} 1. Anna Mängen, Ehefrau des Jakob Mängen, aus Haubenstein. 2. Anna Sybilla Bretzel, Ehefrau des Peter Ernst Bretzel, aus Giesen, acathol. 
Schlegel, Anna "Gertrud" (I9599)
 
2
{Paten} ?
Bemerkung: + vor Eintrag:
primus infans, quem huc transiens nominatus jam parochus Baptizavi.
 
Walter, Gerhard (I6075)
 
3
{Paten} Adam Walich, Lorsch 
Diehl, Adam (I5415)
 
4
{Paten} Agnes Bub, T.d. Franz Bub, Lorsch. 
Rummel, Agnes (I6762)
 
5
{Paten} Anna Diether, Ehefrau des Wendelin Diether, Kleinhausen. 
Kemmerer, Anna (I6628)
 
6
{Paten} Anna Katharina Geis, Ehefrau des Andreas Geis, Lorsch. 
Bauer, Anna Katharina (I9153)
 
7
{Paten} Anna Katharina Zeitz, Ehefrau des Johann Valentin Zeitz. 
Weigand, Anna Katharina (I6210)
 
8
{Paten} Anna Kemeter, Ehefrau des Balthasar Kemeter, Lorsch. 
Rummel, Anna Maria (I6760)
 
9
{Paten} Anna Margaretha Hartmann, Ehefrau des Hermann Hartmann, Lorsch 
Embach, Anna "Margaretha" (I4822)
 
10
{Paten} Anna Margaretha Walter, Ehefrau des Christian Nikolaus Walter, Lorsch 
Weigand, Anna Margaretha (I5914)
 
11
{Paten} Anna Maria Grieser, T.d. Martin Grieser, Kleinhausen und Catharina. 
Bechtloff, Anna Maria (I9308)
 
12
{Paten} Anna Maria Kemeter, Witwe. 
Rummel, Anna Maria (I5733)
 
13
{Paten} Anna Maria Reichert, Ehefrau des Valentin Reichert, Lorsch. 
Schmitt, Maria Francisca (I9699)
 
14
{Paten} Anna Maria Schlet, Ehefrau des Christoph Schlet, Kleinhausen. 
Kemmerer, Anna Maria (I6627)
 
15
{Paten} Anton Hardmann, Lorsch 
Weigand, Anton (I6031)
 
16
{Paten} Anton Lammert, Bensheim. 
Weigand, Anton (I5974)
 
17
{Paten} Barbara N.N. 
Truttwein, Barbara (I5681)
 
18
{Paten} Barbara Reiter, T.d. Johannes Reiter, Lorsch. 
Bauer, Maria Barbara (I9154)
 
19
{Paten} Bernhard Reichard, Lorsch. 
Bauer, Bernhard (I9158)
 
20
{Paten} Catharina Erbacher, T.d.Johannes Georg Erbacher, Lorsch und Dorothea

 
Fischer, Catharina (I5297)
 
21
{Paten} Christoph vom Hoff, Schneider in Lorsch. 
Schmitt, Christoph (I9698)
 
22
{Paten} ehefrau des Gerhard Leykan im Kloster, * Gerhard ist durchgestrichen. 
Truttwein, Maria Margaretha (I5682)
 
23
{Paten} Elisabetha Prasberger, T.d. Petrus Prasberger, Lorsch und Maria Elisabeth. 
Diehl, Elisabeth (I5409)
 
24
{Paten} Franciscus Christoph Apfel, S.d. Andreas Apfel und Maria Barbara. 
Schmitt, Franciscus Christoph (Zwilling) (I9696)
 
25
{Paten} Franz Bub, Lorsch, jetzt Beständer oder Hofmann auf dem Seehaus. 
Rummel, Franz Nikolaus (I6765)
 
26
{Paten} Franz Nikolaus Bub, Lorsch 
Rummel, Franz Nikolaus (I6766)
 
27
{Paten} Heinrich Reibold, Kleinhausen.
 
Bechtloff, Heinrich (I9306)
 
28
{Paten} Jakob Bierbaum, Lorsch. 
Bauer, Johann Jacob (I9157)
 
29
{Paten} Jakob Schweitzer, Lorsch. 
Rummel, Johann Jakob (I6763)
 
30
{Paten} Johann Adam Eckard, Ludirecter ( Lehrer ), Lorsch

Bemerkung: in aedibus ob nectem Baptizatus: 
Walter, Johann Adam (I6076)
 
31
{Paten} Johann Georg Vassot, Lorsch. 
Bauer, Johann Georg (I9160)
 
32
{Paten} Johann Heinrich Hertling, Kleinrohrheim. 
Schmitt, Johann Heinrich (I9694)
 
33
{Paten} Johann Jakob Walig, S.d. Nikolaus Walig 
Rummel, Johann Jakob (I6761)
 
34
{Paten} Johann Michael Bach, vom Schwabenheimer Hof bei Ladenburg. 
Schmitt, Johann Michael (I9695)
 
35
{Paten} Johann Philipp ....? Bürger in Heppenheim 
Weigand, Johann Georg (I5970)
 
36
{Paten} Johann reiter, Lorsch 
Rummel, Johann (I6752)
 
37
{Paten} Johannes Adam Hartnagel, S.d. Jacob Hartnagel, Zimmermann in Kleinhausen und Anna Barbara. 
Bechtloff, Johannes Adam (I9305)
 
38
{Paten} Johannes Jacob Henckes, Lorsch 
Diehl, Johannes Jacob (I5412)
 
39
{Paten} Johannes Jacob Hübner, S.d. Nikolaus Hübner, Kleinhausen und Anna Margaretha 
Diel, Johannes Jacob (I5423)
 
40
{Paten} Johannes Reichert, accola Öttingen nahe bei Ladenburg, citra Nicerum, bi est coloniusi in villa Nobilis cujersdan dominae, ( verm 6703 Edingen, südl. von Ladenburg ). 
Walter, Johannes (I6071)
 
41
{Paten} Johannes Spielmann, Großvater des Kindes und Vater der Mutter. 
Diehl, Johannes (I5410)
 
42
{Paten} Johannes Wachtel, Lorsch. 
Herd, Johannes (I7286)
 
43
{Paten} Laurentius Gaertner, Metzger in Lorsch.
 
Walter, Laurentius (I6074)
 
44
{Paten} Maria Barbara Apfel, Ehefrau des Andreas Apfel, Kurfürstlicher Oberjäger an der Bergstraße. 
Schmitt, Maria Barbara (Zwilling) (I9697)
 
45
{Paten} Maria Rummel, T.d. Johann Jakob Rummel. 
Bauer, Maria (I9151)
 
46
{Paten} Nikolaus Bauer. 
Rummel, Nikolaus (I6758)
 
47
{Paten} Nikolaus Rentz, Bäcker in Lorsch, 
Bauer, Johannes Nikolaus (I9162)
 
48
{Paten} Philipp Kremer, Kleinhausen 
Diel, Johann Philipp (I5378)
 
49
{Paten} Regina Rentz, Ehefrau des Jacob Rentz, Bäcker in Lorsch. 
Bauer, Anna Regina (I9161)
 
50
{Paten} Sybilla Reichert, Ehefrau des Johannes Reichert, Einwohner in Öttingen bei Ladenburg, ( Edingen ). 
Walter, Sybilla (I6072)
 
51
{Paten}Anna Barbara Hartnagel, Ehefrau des Johannes Jacob Hartnagel, Zimmermann in Kleinhausen. 
Bechtloff, Anna Barbara (I9304)
 
52
{Paten}Anna Maria Roth, T.d. Valentin Roth, Schöffe in Lorsch 
Diehl, Anna Maria (I5416)
 
53
{Paten}m Franz Reinhard von Öttingen ( Edingen ) bei Ladenburg.

 
Walter, Franz Daniel (I6077)
 
54
Spiegel Artikel 31.07.2012 Feingeist mit Machtdrang 
von Egisheim-Dagsburg, Bruno (I85)
 
55
Allgemeine Deutsche Biographie

Werner, Bischof von Straßburg 1001—1028, stammte aus dem Geschlecht der Habsburger, zu dessen Ahnherren er gezählt werden darf. Von Kaiser Otto III. zum Bischof von Straßburg eingesetzt wurde er erst nach dessen Tode am 4. Mai 1002 ordinirt. Gleich die Anfänge seines Episcopats wurden durch außerordentliche Wirren und kriegerische Unruhen gestört. W., durch freundschaftliche Bande von Jugend an mit dem Baiernherzog Heinrich verknüpft, war für dessen Wahl zum deutschen König mit Energie eingetreten, ihn traf dafür der Angriff des Kronprätendenten, des Herzogs Hermann von Schwaben, der das Elsaß verwüstend durchzog und auch der Stadt Straßburg sich bemächtigte. Mit wechselndem Glücke suchte W. Widerstand zu leisten, kaum entging er einmal der persönlichen Gefangennahme, bis im October 1002 Herzog Hermann sich König Heinrich II. unterwarf. Zur Entschädigung für seine Verluste erhielt W. vom König die alte, reichbegüterte Abtei St. Stephan in Straßburg. Auch später hatte er sich noch mancher Gunstbezeugung von Seiten Heinrich's zu erfreuen. So verlieh ihm dieser im J. 1014 die Abtei Schwarzach, die freilich nur sehr kurze Zeit im Besitz der Straßburger Bischöfe blieb und im J. 1017 gab er ihm einen sehr umfangreichen Forst- und Wildbann, der das ganze mittlere Elsaß vom Rhein bis zum Gebirge umfaßte. Wir finden W. vielfach in der Umgebung des Kaisers, so Pfingsten 1007 auf den Synoden zu|Mainz und Frankfurt bei der Gründung des Bisthums Bamberg, ferner wahrscheinlich als Theilnehmer bei dem Romzug des Jahres 1014, weiter 1016 auf dem großen Reichstag zu Frankfurt, 1018 im Octbr. zu Basel bei der Münstereinweihung, im April 1020 zu Bamberg bei der Weihe des St. Stephansstiftes durch Papst Benedict VIII., Ende 1022 in Westfalen. Am bezeichnendsten für das enge Verhältniß beider und zugleich für die Gesinnung Heinrich's ist vielleicht jener an die Existenz der Königspsründe am Straßburger Domstift wahrscheinlich sich knüpfende sagenhafte Zug aus des Kaisers Leben, wonach er der Krone entsagen und in die Reihen der Straßburger Domherren eintreten wollte und nur auf Werner's Gebot davon Abstand genommen habe. Auch die Waffen führte er für den Kaiser, so leitete er 1020 mit einigen alamannischen Großen einen siegreichen Angriff auf Burgund. Nur auf geistlichem Gebiet gerieth er in einen gewissen Gegensatz zu Heinrich, indem er den selbständigen Reformbestrebungen seines Metropoliten, des Erzbischofs Aribo von Mainz, sich eifrig anschloß und mit den übrigen Suffraganen desselben auf der Höchster Synode 1024 Stellung gegen den Papst nahm. Nach des Kaisers Tode wirkte er mit besonderer Rührigkeit für die Wahl des Saliers Konrad des Aelteren, bei dem er sehr rasch die gleiche feste Vertrauensstellung gewann wie bei Heinrich. 1025 im Sommer sehen wir ihn im Gefolge Konrad's II. am Oberrhein, 1027 begleitet er ihn auf der Romfahrt. Wir finden ihn dann noch bei der Entscheidung des Gandersheimer Streits thätig, bis er Konrad's Auftrag erhält, eine kaiserliche Gesandtschaft nach Byzanz zu führen und dort im makedonischen Kaiserhause für Konrad's Sohn, den jungen Heinrich, eine Gemahlin zu werben. Mit glänzendem Gefolge und zahlreichem Troß trat W. die Reise an, aber an Ungarns Grenzen von König Stephan zurückgewiesen mußte er den Weg durch Baiern und über den Brenner wählen, um von Venedig aus nach schwieriger Ueberfahrt Constantinopel zu erreichen. Trotz der günstigen ersten Aufnahme, welche die Gesandtschaft fand, verfehlte sie ihr Ziel, die Verhandlungen schleppten sich hin bis W. kurz vor Kaiser Constantin's Tode nach kurzer Krankheit am 28. October 1028 starb. Ohne daß er seinen Herzenswunsch erfüllen konnte, das heilige Land zu betreten, fand er seine letzte Ruhestätte in der oströmischen Kaiserstadt. An Werner's Namen knüpft sich die Gründung des Klosters Muri im Aargau, wenn auch der Stiftungsbrief von 1027 für unecht erklärt werden muß, ferner spielt er eine wichtige Rolle in der Baugeschichte des Straßburger Münsters, das unter ihm einen umfangreichen Neu- und Ausbau erfuhr. Sind davon auch nur spärliche Reste in der Krypta und anderswo noch erhalten, so gehen doch wahrscheinlich auf ihn die Grundrißmaaße des gewaltigen Bauwerks überhaupt zurück. Für sein lebendiges Interesse an der Wissenschaft und der Bildung des Clerus zeugen seine zahlreichen Büchergeschenke an die Straßburger Domkirche. 
von Habsburg, Werner I. (I765)
 
56
Genealogie-Mittelalter.de, Karl-Heinz Schreiber

Hermann II. Markgraf von Verona (1073-1130)
um 1070-7.10.1130
Einziger Sohn des Markgrafen Hermann I. von Verona und der Judith von Calw, Tochter von Graf Adalbert I.

HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER, Gewin Dr. J.P.J.: Seite 109

23. Hermann

Graf im Breisgau, der zuerst 1089 als Zeuge erscheint, beteiligte sich mit Berthold von Zähringen E. I. 21. an der Empörung gegen Kaiser HEINRICH IV., machte aber 1097 mit den meisten schwäbischen Großen Frieden mit dem Kaiser.
Hermann nannte sich Markgraf von Lintpurg nach einer alten Feste der ZÄHRINGER, begann aber bald den Namen Markgraf von Baden zu führen: Literatur Gisebrecht III. 681,854, und Heyck, Geschichte der Herzöge von Zähringen, Freiburg im Breisgau 1891.

Hermann II. folgte 1073/74 seinem Vater als Markgraf von Verona und Graf im Breisgau. Er erbte 1091 den Uf- und Pfinzgau mit Baden und nannte sich 1112 erstmals "Markgraf von Baden". 1127 wurde erstmals Hachberg als Besitz genannt. Er tauchte oft in kaiserlichen Urkunden als Zeuge auf, ist sonst aber wenig greifbar. Er wurde auch zeitweise "Markgraf von Limburg" genannt (im Breisgau) und war ein treuer Anhänger der SALISCHEN Kaiser. Er war auch Graf zu Forchheim/Ettlingen, erbte Backnang und stiftete dort ein Chorherrenstift für die Augustiner.

Heyck Dr. Eduard: Seite 147, "Geschichte der Herzöge von Zähringen"

Auch das verdient besondere Beachtung, dass bei dieser zu Rendelshausen von zahlreichen Teilnehmern besuchten Zusammenkunft auch der Neffe Bertolds, Markgraf Hermann II., erschienen war, von dem keinerlei Spur einer Hinneigung zu den Gregorianern bekannt ist, der vielmehr nach den erhaltenen Urkunden im Jahre 1089 als Begleiter des Kaisers auftritt. Hermann wird nun schon hier zu 1087 gerade als Graf, also Breisgaugraf - denn der Tausch betraf Breisgauorte - bezeichnet. Es muß dahingestellt bleiben, ob er die Grafschaft im Breisgau, die er auch fortan ungestört innegehabt hat, seinem dorthin vor Jahren als Sieger zurückgekehrten Oheim Bertold zu verdanken oder ob sie ihm HEINRICH IV. inzwischen übertragen hatte, nachdem Werner von Straßburg ja schon 1079 gestorben war, oder ob schließlich Hermann II. ein Politiker war, der beider Parteien Gunst oder Liebeswerben ausgenutzt hatte, was letzteres in der Tat alles am leichtesten erklären würde.

oo Judith -7.10.1121
Kinder:
- Hermann III. -16.1.1160
- Judith oo Ulrich I. Herzog von Kärnten -7.4.1144  
von Baden, Hermann II. (I551)
 
57
Legl Frank: Seite 24-27, "Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim."

Die Söhne Hugos I.
Von den Söhnen Hugos I. erhalten wir ebenfalls aus der Vita S. Deicoli detaillierte Angaben. Laut der Vita habe Hugo I. drei Söhne gehabt, der älteste sei Eberhard gewesen, der zweitälteste Hugo und der jüngste Guntram [14 Ex Vita S. Deicoli, MGH SS XV,2, Seite 677: ... tres filii eius, quorum primogenitus Heberardus erat, secundus Hugo, tercius Guntramnus habebatur.]. Diese Angaben finden, was die zwei Söhne namens Eberhard und Hugo angeht, eine Bestätigung urch ein Diplom von König OTTO I. vom 6. April 959, in dem es um die Verlegung es Klosters Alanesberg an den Ort Lüders geht, den Otto von den beiden Söhnen Hugos, Eberhard und Hugo, empfangen hat [115 DO I 199, Seite 279: ... locum quem accepimus a filiis Hugonis, Heberhardo et Hugone; vgl. dazu auch HLAWITSCHKA, Anfänge, Seite 107f.]. Geht man davon aus, daß die Reihenfolge der Nennung dem Alter der Söhne entspricht, so ist Eberhard wohl der Ältere von beiden, was auch der Angabe in der Deicolusvita entsprechen würde. 
Hugo I. (I206)
 
58
Ottilie Kilian, Sülchgau - Wolfsölden - Schauenburg Das machtpolitische Streben eines mittelalterlichen Adelsgeschlechts (1000-1300) in Mannheimer Geschichtsblätter Neue Folge Band 6, 1999, S 128-131

Ein neuer Machtbereich an der unteren Murr: die Herrschaft (Backnang) -Wolfsölden
3.1. Abwanderung und Neuanfang an der Murr

Ein den Sülchgau-Hessonen zugehörendes Vater-Sohn-Paar wird in einer Augsburger Bischofsurkunde aus dem Jahre 1067 fassbar 75). Bischof Embrico beurkundet die reiche Schenkung, die der Edle Swigger von Balzhausen und dessen Gemahlin Berchta dem Stift St. Peter in Augsburg machen. Unter den Zeugen sind Hesso und sein Sohn Hesso von Backnang, wobei auffallend ist, dass sie als einzige Ortsfremde unter Adligen ausschließlich des Augsburger Raumes auftreten und eine vorrangige Stellung einnehmen, indem sie an zweiter Stelle der langen Zeugenreihe genannt werden. Sie gehören zu den fideles nostri des Bischofs, was zeigt, dass sie wohl als Inhaber Augsburger Kirchenlehen dieser Rechtshandlung beiwohnten.
Die Beziehung zu Augsburg wird nur mit dieser Urkunde fassbar. Die ausgezeichnete Stellung in der Zeugenreihe sowie das Fehlen jeglichen Amts- oder Adelstitels bei allen Zeugen dieser Urkunde berechtigen zu dem Schluss, in Hesso d.Ä. den Grafen des Sülchgaus von 1057 zu sehen. Die Zubenennung nach Backnang dürfte ihn als Sohn des Grafen Hesso und der Gisela von Backnang ausweisen, und er wäre somit - falls man nicht zwei Söhne gleichen Namens annehmen möchte - identisch mit jenem Hesso, der zusammen mit seinem Bruder Gerung für seine in Einsiedeln begrabene Mutter Gisela um 1050 eine Schenkung machte. Die Benennung nach verschiedenen Sitzen war durchaus üblich und steht deshalb der Zuordnung nicht im Wege.
Ist die Urkunde von 1067 durch den Hinweis auf Kirchenlehen im Augsburger Raum zunächst von Interesse für die Besitzgeschichte, so liegt eine weitere Bedeutung in der erstmaligen Zubenennung der Hessonen nach Backnang, dem durch Heirat erworbenen Besitz. Aufzeichnungen des Backnanger Stiftes, die in einer Abschrift des 16. Jahrhunderts erhalten sind 76), nennen zwei Grafen Hesso, die sich als Wohltäter des Stiftes erwiesen haben: den Grafen Hesso I., »der Gute« genannt, und den Grafen Heesso II, ein Sohn des guten Hessos 77). Dieses Vater-Sohn-Paar darf ohne Zweifel gleichgesetzt werden mit dem der Augsburger Urkunde. Die Bezeichnung Hesso I und II in der Backnanger Überlieferung zeigt, dass erst diese beiden Hessonen ihren Sitz nach Backnang verlegt haben. Sie waren die letzten Vertreter der Sülchgauer Hessonen. Die folgenden Generationen werden,
dem Zug der Zeit folgend, aus der Anonymität der Gleichnamigkeit heraustreten und sich mit wechselnden Namen nach ihrem Sitz nennen. Damit werden sie als neues Geschlecht im mittleren Neckarraum fassbar.
Die Interessenverlagerung, die sich mit der Backnanger Heirat im ersten Viertel des 11. Jahrhunderts angekündigt hatte, war damit nach der Jahrhundertmitte in der Abwanderung vom oberen zum mittleren Neckarraum und in der Schaffung eines neuen Wohn-und Herrschaftsmittelpunktes zum Abschluss gekommen. Die Ursache hierfür dürfte in Zusammenhang mit der Aushöhlung der Rechte und einer Besitzminderung im oberen Neckarraum zu suchen sein: Die kaiserlichen Schenkungen von 1007 und 1057 an die Bistümer Bamberg und Speyer hatten ein Schwinden der Grafenrechte in der Ortenau und dem Sülchgau zur Folge. Nach 1057, nachdem der letzte umfangreiche Güterkomplex Sülchen an Speyer vergabt worden war, beruhte ihre Präsenz in diesem Raum vermutlich nur noch auf ihren allodialen Gütern, die sich im Sülchgau - soweit sie aufgrund von Schenkungen urkundlich fassbar wurden - am Hauptort selbst sowie nördlich davon in Wurmlingen und südlich in Schadweiler (dem heutigen Schadweiler Hof) befanden 78). Dieser Hausbesitz brachte es mit sich, dass eine Verbindung vom mittleren zum oberen Neckarraum noch für mehrere Jahrzehnte bestehen blieb.
Von Backnang ausgehend, entsteht seit der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ein neuer Machtbereich im mittleren Neckarraum, ein Vorgang, der angesichts der dortigen Besitzverhältnisse eine gezielte Erwerbspolitik erforderlich machte.
Eine der bedeutendsten Familien in diesem Raum waren die Grafen von Calw, die mit ihrem reichen Güterbesitz im Glemsgau sowie im Remstal- und Fildergau eine dominierende Stellung einnahmen und als Inhaber der Grafschaft Ingersheim ihren Einflusss auch im Murrgau geltend machten 79). Hesso d.J. scheint bald in engeren Kontakt zu den Grafen von Calw getreten zu sein. Im Jahre 1075 erscheint nämlich in der Umgebung des Grafen Adalbert II ein dominus Ezzo de Sulichen, der als Zeuge bei der Beurkundung der Wiederherstellung des Klosters Hirsau fungierte 80). Die Zubenennung nach Sülchen weist darauf hin, dass neben Backnang auch noch zu dem Ort des alten Hausbesitzes eine enge Verbindung besteht. Zugleich soll mit dem Namen Sülchen, das einmal Mittelpunkt des gräflichen Machtbereichs seiner Familie gewesen war, seine vornehme Herkunft ins Bewusstsein gebracht werden.
Die hier sich abzeichnende Beziehung zum Calwer Grafenhaus muss im Laufe der folgenden Jahre durch eine Heirat eine Intensivierung erfahren haben, denn der ab 1100 aufgrund von Schenkungen erkennbare Besitz im Glems- und Remstalgau - an Orten also, an denen nahezu ausschließlich die Grafen von Calw begütert waren - lässt sich nur aus der Heirat mit einer Tochter des Calwer Grafenhauses erklären. Das Auftauchen des Namens Gottfried in der Enkelgeneration Hessos d.J. von Backnang legt eine Heirat seines Sohnes Siegehard mit einer Tochter des Grafen Adalbert II., vermutlich Irmengard, nahe 81). Die in die 1080er-Jahre zu datierende Heirat 82) brachte neben der verwandtschaftlichen Verbindung zu einer der einflussreichsten Familien einen erheblichen Zuwachs an Besitz im mittleren Neckarraum, nämlich in Türkheim (Ober- oder Untertürkheim), Degerloch, Eltingen (Leonberg) und Gruppenbach 83), was zur Stärkung ihrer Position und zu einem neuen Aufstieg beigetragen haben dürfte.
Sichtbar zum Ausdruck kommt die Stärke ihrer Stellung, ihr neues »herrschaftliches Selbstbewusstsein« 84), in einem Vorgang, der zwischen 1075 und 1100 anzusetzen ist: Die Herren von Backnang errichten südwestlich von Backnang über dem Buchenbacachtal, einem Seitental der Murr, eine Burg und legen sich den Namen Wolfsölden bei; Esso etfilius eius Sigehardus de Wolfesleden 85) werden um 1100 als Wohltäter des Klosters Hirsau genannt. Man sieht in diesem Sitzwechsel einen Zusammenhang mit dem Auftreten der Markgrafen von Baden in Backnang 86) (worauf ich im nächsten Abschnitt näher eingehen werde), das jedoch m. E. nicht als entscheidende Ursache gelten kann. Die Markgrafen verfügten möglicherweise seit dem späten 11. Jahrhundert über Besitz in Backnang, ihr Sitz aber blieb bis zu ihrer Übersiedlung nach Baden bald nach 1100 die Limburg bei Weilheim 87). Der Standortwechsel hängt viel eher zusammen mit der nach der Jahrhundertmitte verstärkt auftretenden Tendenz, den Herrschaftssitz in der Ebene - ein festes Haus oder ein befestigter Hof- auf die Höhe eines Berges zu verlegen, eine Burg zu bauen und sich nach ihr zu benennen 88). Mit dem Burgenbau folgten Hesso und Siegehard dem Trend der Zeit, gleichzeitig mit dem neuen Sitz demonstrierend, dass es ihnen und ihren Vorfahren gelungen war, nach dem Verlust der Grafenrechte nicht in die Bedeutungslosigkeit abzugleiten, sondern dass sie vielmehr die Tatkraft und Fähigkeit besessen hatten, einen neuen Machtbereich aufzubauen, in dem nun die Burg Wolfsölden zum neuen Mittelpunkt wurde. Die Schenkungen um 1100 weisen in diese Richtung: Ohne ihre Machtposition zu schmälern, können sie einen beträchtlichen Teil des erheirateten Besitzes verschenken, nämlich in Degerloch und Türkheim an Kloster Hirsau, in Backnang an die dortige Kirche und an den Markgrafen von Baden 89). Gleichzeitig macht sich ein Nachlassen des Interesses an ihren südlichen Besitzungen bemerkbar, die mit der Zentrierung des Herrschaftsbereichs durch die Burg Wolfsölden in eine Randlage gerückt waren. Sie beginnen, sich ihres Hausbesitzes im Sülchgau zu entledigen: in Wurmlingen und Schadenweiler, wo neben Siegehard auch ihr Dienstmann Heinrich schenkte, sowie in Sülchen selbst wird alter Hessonenbesitz an Kloster Hirsau tradiert 90). Diese Aktivitäten - Burgenbau und großzügige Schenkungen -lassen erkennen, dass die Stellung der Wolfsöldener nicht allein auf dem ererbten oder erheirateten Besitz beruhen konnte, sondern dass sie über weit bedeutendere Herrschaftsrechte verfügen mussten.
Bevor jedoch die Grundlagen der Herrschaft Wolfsöiden untersucht werden, soll auf das oben erwähnte Auftreten der Markgrafen von Baden in Backnang in Verbindung mit der Heirat mit einer Hessonentochter eingegangen werden.

29 Die Verletzung Speyerer Rechte im Lußhardter Forst vermutet Alfons SCHÄFER: Staufische Reichslandpolitik und hochadlige Herrschaftsbildung im Uf- und Pfinzgau und im Nordwestschwarzwald vom 11 .-13. Jh.
In: ZGO 117 (1969), S. 179-244, hier S. 196f. Vgl. auch Ch. BURKHART: Einige Gedanken zu der »unerbittlichen Fehde« zwischen dem [Lorscher] Klostervogt Berthold [von Hohenberg-Lindenfels] und dem Speyrer Bischof Siegfried [von Wolfsölden]. In: Der Odenwald 41 Heft 4 (1994), S. 154-160.
55 Cod. Hirs., fol. 26b, fol. 27a. - Karl Otto MÜLLER: Traditiones Hirsaugiensis. In: Zeitschr. f. Württ.Landesgesch. 9 (1949/50), S. 21-26, hier S. 39 Nr. 6.
75 Mon. Boica 33 (München 1841), Nr. X S. 6£: Hesso et filius eius Hesso de Baccane; im (Original-) Entwurf zur Urkunde lautet der Eintrag: Hesso de Baccananc et filius eius Hesso; vgl. Alfred SCHRÖDER: Die älteste Urkunde für St. Peter in Augsburg. In: Zeitschr. d. hist. Ver. f. Schwaben u. Neuburg 48 (1928/29), S. 9-28, bes. S. 11.
76 HStA Stuttgart J 1 Nr. 150; vgl. Gerhard FRITZ: Der Backnanger Nekrolog. In: Zeitschr. f. Württ. Landesgesch. 44 (1985), S. 11-63.
77 FRITZ (wie Anm. 76), S. 27 Nr. 45: Hesso, comes secundus, qui filius erat boni Hessonis; S. 52 Nr. 197: Hesso comesprimus, qui dictus bonus.
78 Cod. Hirs., fol. 26b, 27a; Trad. Hirs. (wie Anm. 55), S. 39 Nr. 6.
79 Chr. Fr. STALIN: Wirtemberg. Geschichte II (Stuttgart 1847), S. 375; Karl STENZEL: Waiblingen in der deutschen Geschichte (Waiblingen 1936), S. 32.
80 MGH D H IV, S. 357 Nr. 280.
81 KLEMM (wie Anm. 62), S. 526; FRITZ (wie Anm. 40), S. 134 u. Tafel 2 S. 142, lässt offen, welche der beiden Töchter als Gemahlin anzunehmen sei; BURKHART (wie Anm. 2), S. 25 vermutet Uta v. Calw unter Berufung auf Armin WOLF: Hatte Heinrich deder Löwe eine Schwester. In: Zeitschr. f. Württ. Landesgesch. 40 (1981), S. 230-250, bes. S. 237f. Nach Wolf wäre Irmengard, die Gemahlin Ruperts III. von Ursin (-Ronsberg), eine Tochter Adalberts IL von Calw. Als Argumente dafür werden die Namen Gottfried und A(da)lbert bei den Kindern sowie das gemeinsame Auftreten von Irmengards Gemahl und Gottfried von Calw bei Heinrich V. angeführt. Auch wenn die Namen eine solche Zuschreibung vermuten lassen können, halte ich diese dennoch für sehr fraglich. Graf Gottfried ist als enger Vertrauter und treuer Gefolgsmann Heinrichs V. sehr oft in der Umgebung des Herrschers anzutreffen, wie das Itinerar zeigt (vgl. Wilhelm KURZE: Adalbert und Gottfried von Calw. In: Zeitschr. f. Württ. Landesgesch. 24 [1965], S. 241-308, bes. S. 292ff). Wenn Rupert v. Ursin 1123 in Speyer ebenfalls als Zeuge auftritt, so glaube ich nicht, daraus eine Verwandtschaftsbeziehung ableiten zu können. Da Heinrich V. von hier aus zu einem Heerzug aufbrach, könnte sich Ruperts Anwesenheit aus der Gefolgschaftspflicht des Klostervogtes erklären lassen. Gegen eine Calwer Heirat spricht auch, dass bei den Ursin-Ronsberg kein Besitz vorhanden ist, der auf Calwer Herkunft schließen lässt; vgl. die Aufstellung des Besitzes bei Hansmartin SCHWARZMAIER: Königtum, Adel und Klöster im Gebiet zwischen oberer Hier und Lech (1961), S. 90ff.
82 Der Zeitpunkt der Heirat ergibt sich aus einer Schenkung des Sohnes Gottfried zwischen 1100 und 1110, Trad. Hirs. (wie Anm. 55), S. 39 Nr. 6.
83 Cod. Hirs., fol. 26b, 43b, 55b.
84 Hans-Martin MAURER: Die Entstehung der hochmittelalterlichen Adelsburg in Südwestdeutschland. In: ZGO 117 (1969), S. 296-332, bes. S. 321.
85 Cod. Hirs., fol. 26b.
86 KLEMM (wie Anm. 62), S. 521; FRITZ (wie Anm. 40), S. 133.
87 Hermann I. (t 1074) wird im Zwiefalter Nekrolog com. (de) Lintburk genannt, sein Sohn Hermann IL in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen von 1100 marchio de Linthburch; vgl. Hans SCHADEK und Karl SCHMID (Hg.): Die Zähringer, Bd. 2 (Katalog der Ausstellung, 1986). Man kann also davon ausgehen, dass die Limburg ihr Sitz gewesen ist, bevor sie über Baden-Baden eine Burg errichteten, nach der sich Hermann II erstmals 1112 Markgraf von Baden nannte. Vgl. SCHÄFER (wie Anm. 29), S. 179-244, bes. S. 216 u. 220.
88 MAURER (wie Anm. 84), S. 321.
89 Cod. Hirs., fol. 26b; die Schenkung an die Backnanger Kirche ist aus den Eintragungen im Backnanger Nekrolog zu folgern.
90 Cod. Hirs., fol. 26b; Trad. Hirs. (wie Anm. 55), S. 39 Nr. 6. 
von Backnang, Hesso I. (I553)
 
59 " den 1. July ist nacher Bieberau, zwar wider des
Pfarrerß wissen und willen, in die Kirch begraben worden, Apolonia, Hanß Baldt=
auff Försters zu Hausen eheliche Hausfrau, welches so eß von ihr ist und sagt
worden, hat er diese Legation in die Kirche vermacht, wie beyligend zu sehen
Rinck, Apollonia (I65647)
 
60 "Anna Catharina Reibold" beim Traueintrag 1706 [!?]
"Anna" 1707,1710,1713,
"Maria Anna" 1736 (+) 
Reibold, Anna (I3533)
 
61 "Anna Gucker(in)" 1603,1605,1607 Gucker, Anna (I53034)
 
62 "d 8 8bris [1695] Melchior Hoch, Jerg Hochen S[elig] hinderlassener Ehelicher Sohn und Anna Barbara, Jerg Hermanns S[elig] hinderlassene Eheleibliche Tochter" Familie F14906
 
63 "Herr Joh: Wilhelm Eplin,Nördlingensis. itzig Zeits der Stadtschreiber in Tübingen juratq substitutq" Eplin, Johann Wilhelm (I52392)
 
64 18.4.1091-1094 (D. Schwennicke) von Henneberg, Godebold I. (I1099)
 
65 Älter als 80 Jahre ["...octogenario major..."]
starb etwa 9 Uhr nachts [...obijt ca. horam noctis nonam] 
Massoth, Johann "Michael" (I4896)
 
66 Anerkennung 13.01.1835 Specht, Anna Maria (I49077)
 
67 Anna Mary DRAYSS died yesterday in Wyckoff Heights Hospital in her seventy-second year. She was born in Germany and had been a resident of Brooklyn for fifty years. She was the widow of John DRAYSS. She is survived by a son John DRAYSS; a daughter, Mrs. Anna STAPF, and seven grandchildren. The funeral will be held at 8 A.M. today with requiem mass at the Church of St. Brigid. The funeral will be held from the funeral chapel of Mrs. Frances STENGER, 289 St. Nicholas avenue. Interment will be at Holy Trinity Cemetery. Eichhorn, Annie M (I20102)
 
68 Auf der Straße von Worms nach Bürstadt plötzlich und unvorhergesehen geboren Huba, Anna Maria (I7747)
 
69 Frühjahr 893 ermordet Engilschalk II. (I1033)
 
70 gestorben ohne Kinder
{ Quelle Fiklersche Stiftung} 
Demler, Alexander (I46353)
 
71 ledig Renz, Otto Johann (I46283)
 
72 morgens 8 Uhr, römisch-katholisch Familie F2172
 
73 studierte Theologie in Tuebingen, wurde Magister Renz, Otto Johann (I46283)
 
74 ! Quelle noch genauer bestimmen !!  
75 " Keller Anna Maria geb. Volz, des obigen Johann Jacob Witwe 67 J 6 Mon. alt" Volz, Anna Maria (I47916)
 
76 " Nechst diesem hat Er besondern Lust gewonnen zu peregriniren und frembde Nationen zubesuchen/ unnd demnach in solchen verrichteten Reysen benebenst Teutschland/ auch Italien unnd Franckreich glücklich durchzogen/ unnd sich darin wolersehen: Sintemal Er solche seine Peregrinationes so wol angelegt/ daß er nicht allein Exoticas linguas oder frembde Sprachen gefasset/ sondern auch nach seiner Wiederkunfft/ seiner Experienz unnd Erfarung/ auch in Studijs Iuris wolangewendeten Fleisses halben/ zu Speyr/ so bald bey vornehmen Advocatis, und Procuratoribus seine Stell nicht allein wolvertretten/ sondern auch non absq; fingulari laude zu dem löblichen Kayserlichen Notariat-Ampt befördert worden" Geisheimer, Hermann (I43777)
 
77 " Witwer 82 Jahre 2 Monate alt" Schmidt, Johann Georg (I49327)
 
78 " [+] 13.[11.1768] nachts um 9 Uhr ,[begr.] 16. vor der Pred[igt] Anna Maria, Johann Jacob Reibers,b[ürger].u.bauren uxor, an Außzehrung 72J. 5 m. 11 tag [alt]." Fetzer, Anna Maria (I50794)
 
79 ""d 29. eisddem [03.1704] Marthen Schneider, vulgo weißkopf seines alters über 49. Jahr..." Schneider, Marthen gen._Weißkopf (I52565)
 
80 "'Heinrich ... schenkt dem Kloster Salem ein Gut in Niederweiler", lebte in Oberschwaben. {AL Beckh, AL Halder}
1242 tot genannt. 
Kilse, Heinrich ? (I46454)
 
81 "+ 14. Augustus 1705 Mortua Ursula Hueberin de Underegg catholice provisa, sepulta ad Divam Virginem in Törbang."
+ 14. August 1705 Gestorben ist Ursula Hueberin von Untereck, katholisch versehen, beerdigt bei der Himmlischen Jungfrau in Törwang 
Adler, Ursula (I43091)
 
82 "+ 1664 8 Aprilis Mortua est Magdalena Hueberin de Under-Egg satis munita et requiescit in Törwang"
+ 8. April 1664 Gestorben ist Magdalena Hueber von Under-Egg ausreichend gestärkt, in Törwang im Friedhof ruht sie. 
Magdalena (I43093)
 
83 "+ 23/29.3.1667 Mortua est Catharina Adlerin von Sigersting vidua"
+ 23/29.3.1667 Gestorben ist Catharina Adlerin von Sigersting Witwe 
Catharina (I48205)
 
84 "+ 26.1.1665 Defunctus est Leonardus Adler von Siegersding, sacramentis munitus est quiescit in Stainkirchen"
+ 26.1.1665 Der Tote ist Leonhard Adler von Siegharting, mit Sakramenten gestärkt, ruht in Stainkirchen 
Adler, Leonhard (I48204)
 
85 "+ 4. Oktobris 1703 Mortuus Joannes Hueber rusticus de Underegg catholice provisus, sepultus ad Beatam Virginem Törwang"
+ 4. Oktober 1703 Gestorben ist Joannes Huber Bauer von Underegg, katholisch versehen, beerdigt bei der Seligen Jungfrau in Törwang 
Hueber, Johannes (I43090)
 
86 "+ 9. Septembris 1644 Mortuus est Michael Hueber de Under-Egg et sepultus in Törwang"
+ 9. September 1644 Gestorben ist Michael Hueber von Under-Egg und beerdigt in Törwang 
Hueber, Michl (I43092)
 
87 "+ d 16.Novemb. sep. d. 17 ejusdem vor gehl. LaichenPredigt Anna Maria weil. Johannes Löflers, gew. bürgers und Webers allhie hinterl. Witwe an Nachlaß der Natur 88.J.6.mon.22.tag" Beck, Anna Maria (I52052)
 
88 "+ d. 23. Decemb sepult. d. 24. [1761] vor gehl. [gehaltener] Laichepr[edigt] ... Johann Jacob Mauser bürger und Schuster an Nachlassung der Natur. 90.J. u. ogar? 4 mon" Mauser, Jakob (I51444)
 
89 "+" bei Taufeintrag Blum, Anna Regina (I49258)
 
90 "+" bei Taufeintrag Blum, Johann Philipp (I49889)
 
91 "+" bei Taufeintrag, aber keine Sterbeeintrag in den nächsten Jahren. Hartman, Jung Ambrosius (I47603)
 
92 "+" im Familienregister Geffert, Maria Anna (I62383)
 
93 "+" im Familienregister Geffert, Andreas (I62387)
 
94 "+....Nov. [1784] mittags... [begr.] d 9. vor gehaltener Predigt... Anna, Jacob Haubensacken Mezgers Witwe an Nachlassung der Natur u dem dazu gekommenen hizigen Fieber 80 Jahr weiniger 7 tag"
[Sterbedatum aus Familienregister] 
Vatter, Anna (I51510)
 
95 "+13. obijt M. Magdl. Philippi Keiler L. filiola." Keiler, Maria Magdalena (I6536)
 
96 "... 13. Junij [1702] hab[en] Hochzeit gehalt[en]. Martin Herrmann Martin Herrmanns ...zeit? Schultheisen alhier ehl: Sohn. und Anna Barbara, Cuonradt Reibers bürgers alhier ehl: tocht[er]" Familie F14529
 
97 "... post Impetratam Gratiosam dispensa`oem in tertio affinitatis attingente secundum nec non Isto consanguinitatis gradu attingente tertium..."
nach Erhalt der Dispens vom Ehehindernis der Schwägerschaft 3. Grades berührend den 2. Grad sowie der Blutsverwandtschaft 2. Grades berührend 3. Grad 
Familie F11669
 
98 "... der werthe Mann GOttes / unnd weitberühmbte Theologus Herrn Johannes Brentzius,
Fürstl. Würtemb. Raht / unnd erster Evangelischer Probst zu Stuttgart / Christmilter (?)
Gedächtnuß / von welches Lehr / Schrifften / Büchern / und der Kirchen Gottes viel geleisteten Diensten /
fast die ganze Welt zusagen weißt..."
{Leichenpredigt der Enkelin Elisabeth Meißner 1631}

WIkipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Brenz

Biographie nach Wilhelm Beste, 1856

Johannes Brenz wurde am 24. Juni 1499 zu Weil in Schwaben geboren. Sein Vater, der Stadtschultheiss Martin Brentz, und seine Mutter, Katharina, geborene Hennich, waren durch Frömmigkeit und Bildung ausgezeichnet. Sie haben sich später mit Freuden und Freimuth zum Lutherthum bekannt. Der Vater wurde desshalb seines Amtes entsetzt, und als beide Ältern im J. 1531 nach ihres Sohnes Zeugniss „in rechter Erkenntniss und Bekenntniss unseres lieben Herrn Jesu Christi aus der Welt abgeschiedenn,“ wurden sie ausserhalb der Stadt in ungeweihter Erde begraben. Johann besuchte die Schulen zu Weil, Heidelberg und Vaihingen, wo er den durch Sprachkenntniss berühmten Johann Schmidlin zum Lehrer hatte. Schon im dreizehnten Jahre (1512) konnte der hochbegabte und fleissige Schüler die Universität zu Heidelberg beziehen. Hier waren seine Lehrer in den schönen Künsten Billicanus und Kneller, in der griechischen Sprache Ökolampad, im Hebräischen der getaufte Jude Hadrian, in der Theolologie Scheibenhard und Niger; seine Commilitonen Melanchthon, Bucer, Schnepf, Frecht und Isenmann. Durch unermüdliche Nachtstudien zog er sich das spätere Leiden der Schlaflosigkeit zu, die er zu Meditationen benutzte und im Alter durch Lesen und Schreiben bei einer am Bette angebrachten Lampe erleichterte.

Im 17. Jahre wurde Brentz Baccalaureus, im 19. Magister. Dass er schon damals den Ruf eines ausgezeichneten Gelehrten genoss, erhellt u.A. aus dem Briefwechsel zwischen Ökolampad und Erasmus. Jener hatte sich 1515 nach Weinsberg zurückgezogen und arbeitete an einem Werke über Hieronymus. Als Brentz 1517 bei ihm zu Besuch war und ihn bei seiner Arbeit erfolgreich unterstützte, schrieb Ökolampad am 27. März „aus seiner Geburtshöhle Weinsberg“ einen Brief an Erasmus, worin er sagt: „Ich habe einen Jüngling, von gleichem Streben und von brennender Begierde zu jeder Wissenschaft erfüllt, bei mir. Es ist Johannes Brentz, der die höchste Verehrung gegen Dich im Herzen trägt. Wir fertigen ein Register zu den ächten Werken des heiligen Hieronymus.“ Erasmus erwiderte: „Wie, Du nennst jenen Sitz eine Höhle? Ein Paradies möcht’ ich ihn nennen, besonders, da Du als Gefährten und Genossen aller deiner wissenschaftlichen Arbeiten Brentz bei Dir hast, durch den Du, auch wenn Du allein bist, jedem Überdruss der Einsamkeit überhoben bist.“

Die ersten Schriften Luther’s fielen zündend in Brentz’ Seele, und seitdem er bei Gelegenheit der Heidelberger Disputation (1518) ihn persönlich kennen gelernt hatte, war sein innerstes Leben der Sache Luther’s hingegeben.

Im J. 1519 wurde er zum Rector des Contuberniums in Heidelberg ernannt. Er hatte in dieser Stellung die Studenten nicht bloss zu überwachen, sondern auch zu lehren. Anfangs hielt er ihnen philosophische und philologische Vorlesungen; aber nachdem er Luther’s Erklärung des Galaterbriefes und Melanchthon’s Loci communes (1521) gelesen, ging er zu Vorträgen über das Matthäusevangelium über, welche bald so viele Zuhörer versammelten, dass er mit ihnen das Contubernium verlassen und einen grossen philosophischen Hörsaal einnehmen müsse. Die in Schatten gestellten theologischen Docenten erklärten jetzt Brentz für unberechtigt zu theologischen Vorlesungen, weil er kein Geistlicher sei, und Dies bewog ihn, sich im Herbst 1521 zum Priester weihen zu lassen, worauf er seine Vorlesungen über das neue Testament fortsetzte und häufig in den Stadtkirchen predigte. Sowohl vom Katheder, als auch von der Kanzel verkündete er mit Entschiedenheit das reine Evangelium, und er würde sich in Heidelberg sehr wohl gefühlt haben, hätten nicht seine papistischen Widersacher das Verbot seiner Vorlesungen zu erwirken gewusst. Sehr erfreulich war ihm daher ein Ruf zum Prediger an der Hauptkirche zu Hall in Schwaben, welchen er, nach einer am 8. Septbr. 1522 gehaltenen Probepredigt, annahm.

Sämmtliche Prediger, die er in Hall vorfand, waren papistisch gesinnt. Er erwiderte indessen ihre heftigen Angriffe mit grosser Besonnenheit und Milde. Wenn sie in den Frühkirchen ihre Wuth gegen seine Lehre ausgelassen hatten, und die Einwohner in der Hoffnung, eine Erwiderung in ähnlichem Tone zu vernehmen, noch reichlicher seinen später fallenden Predigten zuströmten, fuhr er ruhig fort, die Grundlehren des Evangeliums vorzutragen, und nahm erst, wenn eine völlig ungezwungene Gelegenheit sich darbot, auf die päpstischen Irrlehren kurze und gemässigte Rücksicht. Auf diesem Wege brachte er allmälig die meisten Gegner zu besserer Überzeugung. Auch die Abschaffung der unevangelischen Bräuche betrieb er mit grosser Vorsicht, die indessen weniger geboten schien, als er an Johann Isenmann (1523) und Michael Gretter oder Gräter (1524) zwei gleichgesinnte Collegen erhalten hatte, und nur noch ein einziger papistischer Prediger in Hall vorhanden war. Brentz hatte in der ersten Zeit noch Messe gelesen und nur das Opfer für die Todten und Lebendigen weggelassen. Als aber Isenmann die Messe fallen liess und darüber hart angegriffen wurde, machte Brentz dessen Angelegenheit zu der seinigen und erklärte öffentlich: „„Meine theuersten Zuhörer, ich sehe, dass Einige von euch sich an unserem Benehmen ärgern. Es ist wahr, ich habe zuweilen bei euch die Messe verrichtet, aber nicht nach der gottlosen Weise der Pfaffen, sondern das Opfer für die Lebendigen und die Todten unterlassen. Dies ist um euretwillen geschehen. Denn als ich zuerst von euch hieher berufen wurde, sah ich euch in den tiefsten Götzendienst versunken. Ich musste zu eurer Rettung etwas mich herablassen. Darum stieg ich zu euch in den Schlamm hinab, um euch herauszuziehen und euch durch allmäligen Unterricht frei zu machen, indem ich nach der Weise des Apostels eine Zeit lang nachgab und nicht meine ganze Meinung heraussagte. Jetzt aber seid ihr nach dem Worte Gottes genauer von mir unterrichtet und könnt den Gräuel der Messe und die Entheiligung des heiligen Abendmahls durch dieselbe einsehen. Darum ist es nun Zeit, dass sie abgeschafft werde.“ Und damit war die abgeschafft (1525).

Wichtige Dienste leistete Brentz seinen Mitbürgern im Bauernkriege, obwohl dessen Veranlassung Anfangs ihm wie Luther zur Last gelegt wurde. Schon droheten die Bauern mit der Belagerung der Stadt: Bürger und Magistrat zitterten und waren zur Ergebung oder gar zur Bundesgenossenschaft geneigt. Aber mit Hinweisung auf das mit der Schrift streitende Unternehmen der Bauern und den sicher zu erwartenden Beistand des Herrn der Heerschaaren rief Brentz die Muthlosen zu den Waffen gegen die Rebellen. Die Bürger ermannten sich, und ihrer sechs hundert schlugen vier tausend Bauern in die Flucht. Wie aber Brentz schon früher bei der entschiedensten Entrüstung gegen ihr revolutionäres Unternehmen von der Bedrückung der Bauern ernstlich a abgerathen hatte, so nahm er sich jetzt noch viel mehr der besiegten an, indem er ihnen nicht nur vom Rathe Amnestie erwirkte, sondern auch durch einen besonderen Sermon „von der Milderung der Fürsten gegen aufrührerischen Bauern“ weit und breit zur Erleichterung ihres Looses beitrug.

Im J. 1526 verfasste Brentz das vortreffliche Schwäbische Syngramma gegen die Abendmahlslehre Zwingli’s und Ökolampad’s. 1529 finden wir ihn bei dem Religionsgespräche zu Marburg und 1530 auf dem Reichstage zu Augsburg. Als er hier der bekannteten Melanchthonschen Schüchternheit nach Luther’s Ansicht allzusehr nachgesehen hatte, empfing er von diesem einen ermahnenden Brief, dessen Schluss jedoch zeigt, wie ausserordentlich er von dem strafenden Freunde geschätzt wurde. „Doch wozu sagge ich Euch dieses Alles“ – schreibt Luther – „da Ihr durch Gottes Gnade in aller Rücksicht grösser seid, denn ich; ausser, dass ich Alles versuchen wollte, ob nicht Philipp, der mich eitel für einen Menschen und meine Reden für eitel menschliche Worte hält, die daher wenig Eindruck auf ihn machen, wenigstens durch Euch, die er für gottesgeistige Menschen zu halten gezwungen ist, bewogen werde. Denn ich halte ihn doch nicht so verkehrten Sinnes, dass, wenn ihn Gott durch einen vom Himmmmel gesandten Engel hiesse gutes Muths sein, er auch diesen Befehl verachtete. Daher soll er auch uns nicht verachten, die wir einstimmig Solches rathen. Und verdienten wir auch seine Geringschätzung, so sollten doch die Psalmen, die Apostel und Christus selbst Gehör verdienen, die so mannichfaltig zu uns sprechen, uns trösten, belehren, in uns dringen. Habt Zutrauen, fürchtet Nichts, seid guter Hoffnung, habt männlichen Muth, seid starkmuthig. Wenn wir dem Allen nicht glauben, so wererden wir auch nicht glauben, obgleich alle Engel kämen. Dies Mal war ich wohl sehr weitläufig, mein bester Brentz. Gehabt Euch recht wohl im Herrn und betet für mich u.s.w. Dem letzten Juni 1530“ (Schütze, Luther’s Briefe Bd. 1. S. 182). Brentz’ Antwort vom 8. Juli lautet: „Heil in Christo! Euern Brief, mir immer ehrwürdiger Vater in Christo, habe ich erhalten und kann nicht aussprechen, mit welcher Freude des Herzens ich ihn in Empfang genommen habe, und wie ich dadurch in meinem Herzen gestärkt worden bin. Nie kann ich Euch den würdigen Dank abstatten, noch erweisen wegen der vielen Wohlthaten, die Ihr durch Christum auf uns übertraget. Wenn ich irgend Jemand auf Erden verpflichtet bin, so bin ich es Euch. Darum fahret fort, mein Vater, uns Bekümmerte zu trösten und unsere Herzen aufzurichten. Wegen Philippus dürft Ihr Euch nicht ängstigen. Er bekümmert sich, er ist traurig und sorget, Das ist wahr. Aber seine Bekümmerniss und Sorge schlägt dahin aus, dass sie ihn zu desto brünstigerem Gebet antreiben. Denn wie sollte man beten, wenn die Sache unser Innerstes nicht beweget? Wie soll der Glaube gestärkt werden, wenn er nicht in der Trübsal geprüft wird? Darum seid guter Dinge in dem Herrn wegen Philippus. Er hat einen Mahner in sich, den heiligen Geist, so dass er meiner Ermahnung, der ich ein geringer Mensch bin, nicht nöthig hat. Wie es um unsere Sache steht, Das wird Euch, ehrwürdiger Vater, von Anderen geschrieben worden sein. Unser Bekenntntniss ist vom Kaiser gehört worden. Täglich erwarten wir das Bekenntniss der Gegner oder vielmehr ihren Angriff auf uns. Was dann daraus werden soll, Das weiss der Herr. Fahret fort, wie Ihr thut, durch Euer Gebet die gute Sache zu unterstützen. Gehabt Euch wohl.“

Brentz war zu Augsburg in den Conferenzen der Protestanten ein scharfsinniger Berather und den Feinden gegenüber ein gewandter Opponent. In’s Besondere war er in dem Ausschuss thätig, der zum Zweck der Vergleichsverhandlungen niedergesetzt war. Als in einer vertraulichen Sitzung Cochläus, Dechant zu Frankfurt a.M., die Anrufung der Heiligen mit der Bemerkung in Schutz nahm, „dass man billig hierin dem Gutdenken und der Entscheidung der Kirche, als der Mutter gehorchen müsse,“ erwiderte Brentz: „Wie aber, wenn der Vater gerade das Gegentheil vorschreibt?“ Eben jenem hohen Geistlichen war er von Melanchthon mit den Worten vorgestellt: „Ehrwürdigster Herr, hier haben wir einen lutherschen Priester im Cölibate.“ Der Prälat lobtte ihn und ermahnte zur Beharrlichkeit. Dasselbe geschah auch bei einer anderen Gelegenheit durch den Cardinal Campegius. Aber Brentz folgte nicht, sondern verheirathete sich bald nach der Rückkehr von Augsburg mit Margarethe Wetzel, geb. Gräter, einer frommen Matrone zu Hall. Sie gebar ihm sechs Kinder, von denen ihn drei überlebten.

Seine längere Abwesenheit hatten die Hallenser nur schwer getragen. Wenn sie das Beste nicht hatten, mochten sie das Gute nicht geniessen, und die Predigten Isenmann’s und Gräter’s wurden vernachlässigt. Wie sehr sich Brentz darüber betrübte, gegeht aus einem an Isenmann am 15. Juli 1530 geschriebenen Briefe hervor, in welchem er sagt: „Was Du mir von unserer Gemeinde schreibst, thut mir sehr wehe. Wohl ist es ein gemeines, aber doch ein wahres Sprüchwort: In der Abwesenheit des Lehrers erprobt sich am meisten die Tugend des Schülers. Wenn die Gemeinde fortfährt, so schläfrig und sicher, so nachlässig bei der gegenwärtigen Gefahr zu sein, so möchte sie eher meine Entfernung, als meine Rückkehr veranlassen. Oft erhalte ich Nachrichten, wie sehr man sich nach meiner Gegenwart sehne; aber dies ist nicht das Betragen, das dieser Sehnsucht angemessen ist, sondern frommes Gebet sollte es sein. Da sie dieses öffentlich vernachlässigen, wie viel weniger werden sie es im geheimen Kämmerlein üben! Zurücksehnen sollten sie mich durch wohlgeordneten Wandel, durch brünstiges Verlangen nach dem Worte Gottes, und nun höre ich, dass sie es verachten, und unsere Kirchen wenige Zuhörer haben. Prediget Ihr nicht das Wort Gottes? Redet Christus nicht durch Euern Mund? Ohne Zweifel. Ich weiss, dass Ihr Werkzeuge des Herrn seid. Wenn sie nun eure Stimme nicht hören, so fürchte ich, sie werden auch die meinige nicht mehr hören, und der Herr werde wegen dieser Verachtung mich entfernen und sie gänzlich des Wortes berauben. Haben sie denn kein Gefühl für die gegenwärtige Gefahr und für die bevorstehenden Trübsale? Täglich verkündigt man uns die Annäherung der Türken, täglich erwarten wir harte Entscheidungen dedes Kaisers gegen das Evangelium. Die Angelegenheiten der Deutschen standen nie gefährlicher, als zu unserer Zeit, und meine Hallenser schnarchen sicher, leben sorgenlos! O Zeiten, o Sitten! Sollte sie nicht die letzte Theuerung anmahnen, die sie schon vergessen zu haben scheinen? Doch tröstet mich Dein und unserer Brüder, der Diakonen, Fleiss und Treue, worin ich Euch durch Christum zu beharren bitte. Wollen jene nicht thun, was christlichen Zuhörern geziemt, so wollet Ihr doch fort und fort Eures Amtes warten. Wünschet den Frieden! Wollen sie ihn nicht annehmen, so wird er zu Euch zurückkehren, sie aber Trübsal treffen.“

Als Herzog Ulrich von Würtemberg im J. 1534 sein Herzogthum wiedererobert hatte und im ganzen Lande das Lutherthum einführte, gedachte er auch, die Universität Tübingen zu reformiren und gewann auf ein Jahr (1537) nach eingeholter Erlaubniss vom hallischen Magistrate zum Commissär der Anstalt den umsichtigen und gewandten Brentz. Dieser entwarf in Verbindung mit bedeutenden lutherisch gesinnten Lehrern, namentlich Camerarius und dem Mediciner Fuchs, neue Gesetze und Statuten. Ein Beispiel seiner Mässigung bei dieser Umgestaltung giebt sein entschiedener und erfolgreicher Widerstand gegen den Plan einer starken Partei, die akademischen Würden abzuschaffen. Wie im Kriegerstande, erklärte Brentz, so seien auch im Gelehrtenstande Auszeichnungen heilsam, damit die zu Magistern und Doctoren Ernannten in der empfangenen Ehre die Aufforderung hätten, sich derselben würdig zu machen und Andere zur Nachahmung reizten. Übrigens war Brentz in Tübingen nicht bloss als Administrator thätig. Er hielt Vorlesungen über das zweite Buch Mosis, predigte oft vor dem Volke und lernte Mathematik und Astronomie im Hörsaale Stöffler’s. Unvergessen in Tübingen wurde er 1543 dahin zum Prediger und Professor berufen; aber die Hallenser erklärten, ihn nicht entbehren zu können, und er blieb bei ihnen.

Der Ausbruch des Schmalkaldischen Krieges brachte Brentz in grosse Gefahr. Die kaiserlichen Truppen rückten am 16. December 1546 in die Stadt. nachdem sie auch in sein Haus eingedrungen, verschloss er seine Papiere, flüchtete seine Familie und entfernte sich selbst. Am anderen Morgen trieb ein spanischer Bischof die Soldaten aus dem Hause, ging in die Bibliothek, erbrach die Pulten und durchsuchte die Papiere. Unter diesen fanden sich Predigten, in welchem die kriegerische Vertheidigung des Glaubens für ein christliches Werk erklärt war. Brentz entzog sich der Verhaftung durch Flucht auf einen hohen Thurm. Dort sich nicht mehr sicher glaubend durchirrte er in fremden Kleidern in einer kalten Nacht Felder und Wälder. Nachdem der Kaiser bald darauf abgezogen war, kehrte er nach Hall zurück. Im Mai 1548 erschien das verhasste Interim. Brentz bekämpfte es mit Entschiedenheit als den „interitum“ und erklärte dem Magistrate, wie er den Tod der Annahme des Interims vorzöge. Hierauf schickte der Kaisser einen Commissär nach Hall mit dem Auftrage, Brentz lebendig oder todt nach Augsburg zu überbringen. Jener berief den Rath und liess alle Mitglieder den Eid leisten, dass sie von den Mittheilungen, die er im Namen ddes Kaisers ihnen machen werde, Nichts verlautbaren sollten. Hierauf zeigte er ihnen seine Vollmacht, Brentz gefangen zu nehmen. Aber durch Gottes Fügung war der Rathsherr Büschler erst nach der Eidesleistung in die Versammlung getreten, ohne von dem Commissär bemerkt zu sein. Er überschickte Brentz unmittelbar nach Aufhebung der Session durch Isenmann einen Zettel, worauf die Worte standen: Fuge, fuge, Brenti, cite, citius, citissime! Brentz sass gerade bei Tisch mit seiner Familie unund einigen Freunde, die er zur Feier seines Geburtstages geladen hatte, als er den Zettel erhielt. Sofort stand er auf und ging mit Isenmann zum Thore hinaus. Wochen lang verbarg er sich am Tage in einem dichten Walde, des Nachts in einem Dorfe, wo die Seinen von dem Schenken Erasmus von Limpurg beherbergt wurden. Als er in dieser gefahrvollen Zeit den Hallensern seine Dienste muthig wieder antragen liess, erhielt er von ihnen die Antwort, er möge, da sie ihn nicht schützen könnten, eeine andere Anstellung übernehmen. Bald darauf fand er Schutz durch den Herzog Ulrich von Würtemberg. Dieser gab seinem Secretär, Jacob Kommesser, den Auftrag, Brentz an einem sicheren Orte unterzubringen, den er selbst nicht kennen wollte, damit er allen Falls seine Unwissenheit beschwören könne. Kommesser brachte Brentz nach der Burg Hohenwittlingen auf der Alp. Hier lebte der Verfolgte in tiefer Stille, frommen Meditationen und Studien hingegeben und schlief des Nachts ruhig. Da ind indessen, wie er in Erfahrung brachte, die Nachforschungen im Würtembergischen nicht aufhörten, ging er nach Basel, wo er in längerer Ruhe und Musse seinen Commentar zum Jesaias schrieb und die Erklärung einiger Psalmen herausgab. „Ich habe nun“ – sagt er einst über Tisch – „aus Erfahrung gelernt, dass die Psalmen David’s nur von Denen recht verstanden werden, die durch viel Kreuz und Trübsal gegangen sind.“ Die Trauerbotschaft von dem Tode seiner Gattinn in Stuttgart zog ihn zu seinen dort lebenden Kindern. In neuer Gefahr flüchtete er mit einem Brodt auf den Boden eines offenstehenden Hauses. Die kaiserlichen Soldaten fanden ihn nicht, obwohl sie dicht neben ihn durch den Holzstoss, hinter welchem er verborgen war, die untersuchenden Lanzen stiessen. Es wird erzählt, eine Henne habe täglich zur Mittagszeit zu seinen Füssen ein Ei gelegt, welches, mit einem Stück Brodt gegessen, vor dem Hungertode ihn bewahrte. Vierzehn Tage hatte Brentz in seinem Verstecke geschmachtet, als er durch Stimmen auf der Strasse die Kunde vom Abzuge seiner Feinde empfing. Er ging zum Herzoge, und dieser machte ihn zu seinem Burgvogte im Städtchen Hornberg. Hier übersetzte Brentz seinen Namen in ?????s?? und germanisirte ihn dann wieder in die Form „Engster.“ Als Burgvogt Huldreich Engster schrieb er seine Auslegung des Katechismus und besuchte fleissig die Kirche. Von dem Pfarrer, dem er gerathen hatte, seine Predigten abzukürzen, empfing er die Antwort: „Euch Vögten wird die Zeit immer zu lang ja in der Kirche, aber nicht bei der Zeche.“ Doch konnte sich Brentz nicht völlig verleugnen. Es kam den Leuten sonderbar vor, dass dieser Burgvogt nicht zechte, tobte und fluchte, und als er einst den Pfarrer in einer Krankheit besuchte, mehre Stellen aus den gehörten Predigten citirte und ihn dadurch zu trösten strebte, erwiderte der Pfarrer: „Lieber Herr, wer Ihr auch sein möget, ein rechter Vogt seid Ihr einmal nicht.“

Nach Ulrich’s Tode (1550) wurde Brentz vom Herzoge Christoph nach Stuttgart berufen. Da indess die Rücksicht auf den Kaiser seine öffentliche Anstellung widerrieth, so wurde er vorläufig mit nur schriftlichen Arbeiten, in einer benachbarten Landwohnung, beschäftigt. Im Auftrage des von ganzer Seele protestantischen und thatkräftigen Fürsten verfasste er 1551 die Würtembergische Confession, welche, nachdem sie von der Landesgeistlichkeit unterschrieben war, dem Concil zu Trident übergeben wurde. Diese Schrift wurde wegen ihrer Gründlichkeit, Klarheit und Schärfe von der lutherschen Kirche, namentlich auch von der sächsischen, sehr hochgestellt und in verschiedene Sprachen übersetzt. Sie selbst erklärt sich für eine Wiederholung der Augsburgischen Confession. 1552 wurde das Consil zu Trident von Würtemberg aus durch Brentz und andere Theologen beschickt; aber sie kehrten unverrichteter Sache zurück; „denn darin“ – berichtet Salig – „willigten die kaiserlichen Gesandten wohl, dass man im Concilio die heilige Schrift zur Richtschnur der Streitigkeiten setzen wollte; allein sei meinten, die Schrift sein ein unbeseeltes und stummes Ding, und müsste also Einer sein, der dieselbe erklärte, das wäre aber kein Anderer, als der Papst.“ Der durch diesen Ausgang in seinen Erwartungen getäuschte Herzog trieb jetzt unbekümmert um Papst und Kaiser sein reformatorisches Werk, indem er noch vor dem Passauer Vertrage das Interim für abgeschafft erklärte. Brentz, deer 1553 zum Propste, geistlichen Vorstande des Consistoriums und Generalsuperintendenten der Landeskirche ernannt wurde, arbeitete noch in demselben Jahre die von Schnepf verfasste Kirchenordnung um und edirte sie in grösserem Umfange 1559; im JJ. 1562 brachte er eine neue Klosterordnung, nach welcher die Klöster in Schulen für künftige Religionslehrer umgewandelt wurden, zur Geltung. Ausser diesen und ähnlichen Arbeiten lag ihm die Visitation der Universität und Klöster, vor Allem abeber die Predigt an Sonn- und Wochentagen ob. Doch ging sein Wirken keineswegs in bloss praktischer Thätigkeit auf; vielmehr nahm er auf’s wirksamste Antheil an den dogmatischen Streitigkeiten der Zeit und war vorzugsweise bemüht, die Kirchenlehre durch Entwickelung ihrer Hilfssätze zu begründen. Seine Schriften de personali unione duarum naturarum in Christo (1560) und de divina majestate Christi haben zuerst die christologischen Grundsätze der Abendmahlslehre gründlich nachgewiesen und die Doctrin von der communicatio idiomatum in den lutherschen Lehrbegriff gebracht. Doch wie treu er auch an letzterem festhielt, behielt er gleichwohl ein Verständniss für Behauptungen, die mehr im Ausdruck, als im Wesen von demselben abwichen. So nahm er sich in dem Würtembergischen Gutachten vom 5. Decbr. 1551 selbst des allgemein geschmäheten und verdammten Osiander an und erklärte in der gleichfalls von ihm verfassten Tübingenschen Declaration vom 1. Juni 1552 den Streit für einen grammatischen Krieg. Mit den Worten ihrer fünften These: „dass durch den Glauben in Jesum Christum Gott der Vater, Sohn und heiliger Geist sammt allen ihren Gütern in uns wahrhaftig wohnen (Joh. 14)“ gab die Declaration dem Osiander Recht; sttellte sich aber seinem Ausdruck, wiewohl auf seine Zustimmung rechnend, in der sechsten These: „dass durch den Glauben in Christum Gott, in uns wohnend, vergebe uns wohl die Sünde, so noch in uns hie auf Erden steckt, und rechne sie uns nicht zu aus Verdienst seines lieben Sohnes, unseres Herrn Jesu Christi; aber er lasse uns nicht für und für unverneuert in der Sünde bleiben, sondern fahe an hie in diesem Leben die Sünde auszufegen und uns mit der That fromm und gerecht zu machen, bis wir im künftigen Leben der Sünde ganz ledig und mit vollkommener Frömmigkeit und Gerechtigkeit, als rechte Glieder Christi und Kinder Gottes, gezieret werden“ entgegen. Sie wurde indessen, nicht weil man sie für heterodox, sondern für missverständlich im Interesse Osiander’s erachtete, von dessen Gegnern verworfen.

Am 28. Decbr. 1568 starb Herzog Christoph von Würtemberg. Brentz wurde durch diesen Todesfall tief erschüttert; er würde, sagte er, seines theuern Landesfürsten Leben, wenn’s möglich wäre, mit seinem eigenen erkaufen. Wie hoch er selbst von Christoph geachtet wurde, beweis’t dessen Befehl, den Brentzischen Commentar zum Jesaias in den Sarg unter sein Haupt zu legen.

Im Alter erfuhr Brentz Etwas von der Wahrheit seines eigenen Ausspruches: „Zum Alter kommen wie zu einem Opferaltar alle Übel zusammen.“ Doch duldete er ruhig im Glauben, sich freuend auf die ewige Gesundheit. Treu pflegte ihn seine zweite Gattinn Katharina, geb. Isenmann. Sie hatte ihm zwölf Kinder geboren, von denen zwei früh starben. Beim herannahenden Tode versammelte er alle Prediger Stuttgart’s um sein Krankenbett und liess in ihrer Gegenwart durch seinen Sohn sein vor einigen JaJahren verfasstes Testament vorlesen, worin er sich feierlich zum Glauben seiner Kirche bekennt, indem er u.A. sagt: „Ich glaube und bekenne aus meines Herzens Grunde festiglich, dass die Bücher der heil. Schrift, Altes und Neues Testament, seine eine wahrhaftige Schrift des heiligen Geistes und ein gewisser Sendbrief des allmächtigen, barmherzigen Gottes an das ganze menschliche Geschlecht, mit göttlichen, himmlischen Wunderzeichen versigelt und versichert.“ Noch einmal erklärte er, a auf diesen Glauben sterben zu wollen, feierte dann mit den Geistlichen nach abgelegter Privatbeichte das heilige Abendmahl und ermahnte sie mit Anführung von Ps. 133. nachdrücklich zur Einigkeit. Zwölf Tage darauf starb er, den 11. Septbr. 1570. Er liegt in der Stiftskirche neben der Kanzel begraben. So hatte er es bestimmt, auf dass, sollte jemals einer seiner Nachfolger wider das reine Wort predigen, er sein Haupt aus dem Grabe erheben und ihm zurufen könne: „Du lügst.“
(...)
{Quelle: Beste, Wilhelm - Die bedeutendsten Kanzelredner der lutherschen Kirche des Reformationszeitalters,Leipzig,Verlag von Gustav Mayer,1856} 
Brenz, Johannes (I48938)
 
99 "... des verstorbenen Gemeindsmann und Drehermeisters Jacob Bohrer hinter lassene Witwe an Altersschwäche, alt 78 Jahre..." Embach, Anna "Margaretha" (I4822)
 
100 "... die Ahnen der Dickmann'schen Namenslinie stammen aus Rahnsdorf bei Köpenick und haben nach etwa einhundertjährigen Zwischenaufenthalt im 18. Jahrhundert in Mittenwalde dann wieder bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Berlin gelebt.
Auch die Mutter ... des Berliner Goldschmieds August Albert Dickmann, und deren Vorfahren sind Berliner." 
Dickmann, August Friedrich (I126)
 

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