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101 "+ 26.1.1665 Defunctus est Leonardus Adler von Siegersding, sacramentis munitus est quiescit in Stainkirchen"
+ 26.1.1665 Der Tote ist Leonhard Adler von Siegharting, mit Sakramenten gestärkt, ruht in Stainkirchen 
Adler, Leonhard (I48204)
 
102 "+ 4. Oktobris 1703 Mortuus Joannes Hueber rusticus de Underegg catholice provisus, sepultus ad Beatam Virginem Törwang"
+ 4. Oktober 1703 Gestorben ist Joannes Huber Bauer von Underegg, katholisch versehen, beerdigt bei der Seligen Jungfrau in Törwang 
Hueber, Johannes (I43090)
 
103 "+ 9. Septembris 1644 Mortuus est Michael Hueber de Under-Egg et sepultus in Törwang"
+ 9. September 1644 Gestorben ist Michael Hueber von Under-Egg und beerdigt in Törwang 
Hueber, Michl (I43092)
 
104 "+ d 16.Novemb. sep. d. 17 ejusdem vor gehl. LaichenPredigt Anna Maria weil. Johannes Löflers, gew. bürgers und Webers allhie hinterl. Witwe an Nachlaß der Natur 88.J.6.mon.22.tag" Beck, Anna Maria (I52052)
 
105 "+ d. 23. Decemb sepult. d. 24. [1761] vor gehl. [gehaltener] Laichepr[edigt] ... Johann Jacob Mauser bürger und Schuster an Nachlassung der Natur. 90.J. u. ogar? 4 mon" Mauser, Jakob (I51444)
 
106 "+" bei Taufeintrag Blum, Anna Regina (I49258)
 
107 "+" bei Taufeintrag Blum, Johann Philipp (I49889)
 
108 "+" bei Taufeintrag, aber keine Sterbeeintrag in den nächsten Jahren. Hartman, Jung Ambrosius (I47603)
 
109 "+" im Familienregister Geffert, Maria Anna (I62383)
 
110 "+" im Familienregister Geffert, Andreas (I62387)
 
111 "+....Nov. [1784] mittags... [begr.] d 9. vor gehaltener Predigt... Anna, Jacob Haubensacken Mezgers Witwe an Nachlassung der Natur u dem dazu gekommenen hizigen Fieber 80 Jahr weiniger 7 tag"
[Sterbedatum aus Familienregister] 
Vatter, Anna (I51510)
 
112 "+13. obijt M. Magdl. Philippi Keiler L. filiola." Keiler, Maria Magdalena (I6536)
 
113 "... 13. Junij [1702] hab[en] Hochzeit gehalt[en]. Martin Herrmann Martin Herrmanns ...zeit? Schultheisen alhier ehl: Sohn. und Anna Barbara, Cuonradt Reibers bürgers alhier ehl: tocht[er]" Familie F14529
 
114 "... der werthe Mann GOttes / unnd weitberühmbte Theologus Herrn Johannes Brentzius,
Fürstl. Würtemb. Raht / unnd erster Evangelischer Probst zu Stuttgart / Christmilter (?)
Gedächtnuß / von welches Lehr / Schrifften / Büchern / und der Kirchen Gottes viel geleisteten Diensten /
fast die ganze Welt zusagen weißt..."
{Leichenpredigt der Enkelin Elisabeth Meißner 1631}

WIkipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Brenz

Biographie nach Wilhelm Beste, 1856

Johannes Brenz wurde am 24. Juni 1499 zu Weil in Schwaben geboren. Sein Vater, der Stadtschultheiss Martin Brentz, und seine Mutter, Katharina, geborene Hennich, waren durch Frömmigkeit und Bildung ausgezeichnet. Sie haben sich später mit Freuden und Freimuth zum Lutherthum bekannt. Der Vater wurde desshalb seines Amtes entsetzt, und als beide Ältern im J. 1531 nach ihres Sohnes Zeugniss „in rechter Erkenntniss und Bekenntniss unseres lieben Herrn Jesu Christi aus der Welt abgeschiedenn,“ wurden sie ausserhalb der Stadt in ungeweihter Erde begraben. Johann besuchte die Schulen zu Weil, Heidelberg und Vaihingen, wo er den durch Sprachkenntniss berühmten Johann Schmidlin zum Lehrer hatte. Schon im dreizehnten Jahre (1512) konnte der hochbegabte und fleissige Schüler die Universität zu Heidelberg beziehen. Hier waren seine Lehrer in den schönen Künsten Billicanus und Kneller, in der griechischen Sprache Ökolampad, im Hebräischen der getaufte Jude Hadrian, in der Theolologie Scheibenhard und Niger; seine Commilitonen Melanchthon, Bucer, Schnepf, Frecht und Isenmann. Durch unermüdliche Nachtstudien zog er sich das spätere Leiden der Schlaflosigkeit zu, die er zu Meditationen benutzte und im Alter durch Lesen und Schreiben bei einer am Bette angebrachten Lampe erleichterte.

Im 17. Jahre wurde Brentz Baccalaureus, im 19. Magister. Dass er schon damals den Ruf eines ausgezeichneten Gelehrten genoss, erhellt u.A. aus dem Briefwechsel zwischen Ökolampad und Erasmus. Jener hatte sich 1515 nach Weinsberg zurückgezogen und arbeitete an einem Werke über Hieronymus. Als Brentz 1517 bei ihm zu Besuch war und ihn bei seiner Arbeit erfolgreich unterstützte, schrieb Ökolampad am 27. März „aus seiner Geburtshöhle Weinsberg“ einen Brief an Erasmus, worin er sagt: „Ich habe einen Jüngling, von gleichem Streben und von brennender Begierde zu jeder Wissenschaft erfüllt, bei mir. Es ist Johannes Brentz, der die höchste Verehrung gegen Dich im Herzen trägt. Wir fertigen ein Register zu den ächten Werken des heiligen Hieronymus.“ Erasmus erwiderte: „Wie, Du nennst jenen Sitz eine Höhle? Ein Paradies möcht’ ich ihn nennen, besonders, da Du als Gefährten und Genossen aller deiner wissenschaftlichen Arbeiten Brentz bei Dir hast, durch den Du, auch wenn Du allein bist, jedem Überdruss der Einsamkeit überhoben bist.“

Die ersten Schriften Luther’s fielen zündend in Brentz’ Seele, und seitdem er bei Gelegenheit der Heidelberger Disputation (1518) ihn persönlich kennen gelernt hatte, war sein innerstes Leben der Sache Luther’s hingegeben.

Im J. 1519 wurde er zum Rector des Contuberniums in Heidelberg ernannt. Er hatte in dieser Stellung die Studenten nicht bloss zu überwachen, sondern auch zu lehren. Anfangs hielt er ihnen philosophische und philologische Vorlesungen; aber nachdem er Luther’s Erklärung des Galaterbriefes und Melanchthon’s Loci communes (1521) gelesen, ging er zu Vorträgen über das Matthäusevangelium über, welche bald so viele Zuhörer versammelten, dass er mit ihnen das Contubernium verlassen und einen grossen philosophischen Hörsaal einnehmen müsse. Die in Schatten gestellten theologischen Docenten erklärten jetzt Brentz für unberechtigt zu theologischen Vorlesungen, weil er kein Geistlicher sei, und Dies bewog ihn, sich im Herbst 1521 zum Priester weihen zu lassen, worauf er seine Vorlesungen über das neue Testament fortsetzte und häufig in den Stadtkirchen predigte. Sowohl vom Katheder, als auch von der Kanzel verkündete er mit Entschiedenheit das reine Evangelium, und er würde sich in Heidelberg sehr wohl gefühlt haben, hätten nicht seine papistischen Widersacher das Verbot seiner Vorlesungen zu erwirken gewusst. Sehr erfreulich war ihm daher ein Ruf zum Prediger an der Hauptkirche zu Hall in Schwaben, welchen er, nach einer am 8. Septbr. 1522 gehaltenen Probepredigt, annahm.

Sämmtliche Prediger, die er in Hall vorfand, waren papistisch gesinnt. Er erwiderte indessen ihre heftigen Angriffe mit grosser Besonnenheit und Milde. Wenn sie in den Frühkirchen ihre Wuth gegen seine Lehre ausgelassen hatten, und die Einwohner in der Hoffnung, eine Erwiderung in ähnlichem Tone zu vernehmen, noch reichlicher seinen später fallenden Predigten zuströmten, fuhr er ruhig fort, die Grundlehren des Evangeliums vorzutragen, und nahm erst, wenn eine völlig ungezwungene Gelegenheit sich darbot, auf die päpstischen Irrlehren kurze und gemässigte Rücksicht. Auf diesem Wege brachte er allmälig die meisten Gegner zu besserer Überzeugung. Auch die Abschaffung der unevangelischen Bräuche betrieb er mit grosser Vorsicht, die indessen weniger geboten schien, als er an Johann Isenmann (1523) und Michael Gretter oder Gräter (1524) zwei gleichgesinnte Collegen erhalten hatte, und nur noch ein einziger papistischer Prediger in Hall vorhanden war. Brentz hatte in der ersten Zeit noch Messe gelesen und nur das Opfer für die Todten und Lebendigen weggelassen. Als aber Isenmann die Messe fallen liess und darüber hart angegriffen wurde, machte Brentz dessen Angelegenheit zu der seinigen und erklärte öffentlich: „„Meine theuersten Zuhörer, ich sehe, dass Einige von euch sich an unserem Benehmen ärgern. Es ist wahr, ich habe zuweilen bei euch die Messe verrichtet, aber nicht nach der gottlosen Weise der Pfaffen, sondern das Opfer für die Lebendigen und die Todten unterlassen. Dies ist um euretwillen geschehen. Denn als ich zuerst von euch hieher berufen wurde, sah ich euch in den tiefsten Götzendienst versunken. Ich musste zu eurer Rettung etwas mich herablassen. Darum stieg ich zu euch in den Schlamm hinab, um euch herauszuziehen und euch durch allmäligen Unterricht frei zu machen, indem ich nach der Weise des Apostels eine Zeit lang nachgab und nicht meine ganze Meinung heraussagte. Jetzt aber seid ihr nach dem Worte Gottes genauer von mir unterrichtet und könnt den Gräuel der Messe und die Entheiligung des heiligen Abendmahls durch dieselbe einsehen. Darum ist es nun Zeit, dass sie abgeschafft werde.“ Und damit war die abgeschafft (1525).

Wichtige Dienste leistete Brentz seinen Mitbürgern im Bauernkriege, obwohl dessen Veranlassung Anfangs ihm wie Luther zur Last gelegt wurde. Schon droheten die Bauern mit der Belagerung der Stadt: Bürger und Magistrat zitterten und waren zur Ergebung oder gar zur Bundesgenossenschaft geneigt. Aber mit Hinweisung auf das mit der Schrift streitende Unternehmen der Bauern und den sicher zu erwartenden Beistand des Herrn der Heerschaaren rief Brentz die Muthlosen zu den Waffen gegen die Rebellen. Die Bürger ermannten sich, und ihrer sechs hundert schlugen vier tausend Bauern in die Flucht. Wie aber Brentz schon früher bei der entschiedensten Entrüstung gegen ihr revolutionäres Unternehmen von der Bedrückung der Bauern ernstlich a abgerathen hatte, so nahm er sich jetzt noch viel mehr der besiegten an, indem er ihnen nicht nur vom Rathe Amnestie erwirkte, sondern auch durch einen besonderen Sermon „von der Milderung der Fürsten gegen aufrührerischen Bauern“ weit und breit zur Erleichterung ihres Looses beitrug.

Im J. 1526 verfasste Brentz das vortreffliche Schwäbische Syngramma gegen die Abendmahlslehre Zwingli’s und Ökolampad’s. 1529 finden wir ihn bei dem Religionsgespräche zu Marburg und 1530 auf dem Reichstage zu Augsburg. Als er hier der bekannteten Melanchthonschen Schüchternheit nach Luther’s Ansicht allzusehr nachgesehen hatte, empfing er von diesem einen ermahnenden Brief, dessen Schluss jedoch zeigt, wie ausserordentlich er von dem strafenden Freunde geschätzt wurde. „Doch wozu sagge ich Euch dieses Alles“ – schreibt Luther – „da Ihr durch Gottes Gnade in aller Rücksicht grösser seid, denn ich; ausser, dass ich Alles versuchen wollte, ob nicht Philipp, der mich eitel für einen Menschen und meine Reden für eitel menschliche Worte hält, die daher wenig Eindruck auf ihn machen, wenigstens durch Euch, die er für gottesgeistige Menschen zu halten gezwungen ist, bewogen werde. Denn ich halte ihn doch nicht so verkehrten Sinnes, dass, wenn ihn Gott durch einen vom Himmmmel gesandten Engel hiesse gutes Muths sein, er auch diesen Befehl verachtete. Daher soll er auch uns nicht verachten, die wir einstimmig Solches rathen. Und verdienten wir auch seine Geringschätzung, so sollten doch die Psalmen, die Apostel und Christus selbst Gehör verdienen, die so mannichfaltig zu uns sprechen, uns trösten, belehren, in uns dringen. Habt Zutrauen, fürchtet Nichts, seid guter Hoffnung, habt männlichen Muth, seid starkmuthig. Wenn wir dem Allen nicht glauben, so wererden wir auch nicht glauben, obgleich alle Engel kämen. Dies Mal war ich wohl sehr weitläufig, mein bester Brentz. Gehabt Euch recht wohl im Herrn und betet für mich u.s.w. Dem letzten Juni 1530“ (Schütze, Luther’s Briefe Bd. 1. S. 182). Brentz’ Antwort vom 8. Juli lautet: „Heil in Christo! Euern Brief, mir immer ehrwürdiger Vater in Christo, habe ich erhalten und kann nicht aussprechen, mit welcher Freude des Herzens ich ihn in Empfang genommen habe, und wie ich dadurch in meinem Herzen gestärkt worden bin. Nie kann ich Euch den würdigen Dank abstatten, noch erweisen wegen der vielen Wohlthaten, die Ihr durch Christum auf uns übertraget. Wenn ich irgend Jemand auf Erden verpflichtet bin, so bin ich es Euch. Darum fahret fort, mein Vater, uns Bekümmerte zu trösten und unsere Herzen aufzurichten. Wegen Philippus dürft Ihr Euch nicht ängstigen. Er bekümmert sich, er ist traurig und sorget, Das ist wahr. Aber seine Bekümmerniss und Sorge schlägt dahin aus, dass sie ihn zu desto brünstigerem Gebet antreiben. Denn wie sollte man beten, wenn die Sache unser Innerstes nicht beweget? Wie soll der Glaube gestärkt werden, wenn er nicht in der Trübsal geprüft wird? Darum seid guter Dinge in dem Herrn wegen Philippus. Er hat einen Mahner in sich, den heiligen Geist, so dass er meiner Ermahnung, der ich ein geringer Mensch bin, nicht nöthig hat. Wie es um unsere Sache steht, Das wird Euch, ehrwürdiger Vater, von Anderen geschrieben worden sein. Unser Bekenntntniss ist vom Kaiser gehört worden. Täglich erwarten wir das Bekenntniss der Gegner oder vielmehr ihren Angriff auf uns. Was dann daraus werden soll, Das weiss der Herr. Fahret fort, wie Ihr thut, durch Euer Gebet die gute Sache zu unterstützen. Gehabt Euch wohl.“

Brentz war zu Augsburg in den Conferenzen der Protestanten ein scharfsinniger Berather und den Feinden gegenüber ein gewandter Opponent. In’s Besondere war er in dem Ausschuss thätig, der zum Zweck der Vergleichsverhandlungen niedergesetzt war. Als in einer vertraulichen Sitzung Cochläus, Dechant zu Frankfurt a.M., die Anrufung der Heiligen mit der Bemerkung in Schutz nahm, „dass man billig hierin dem Gutdenken und der Entscheidung der Kirche, als der Mutter gehorchen müsse,“ erwiderte Brentz: „Wie aber, wenn der Vater gerade das Gegentheil vorschreibt?“ Eben jenem hohen Geistlichen war er von Melanchthon mit den Worten vorgestellt: „Ehrwürdigster Herr, hier haben wir einen lutherschen Priester im Cölibate.“ Der Prälat lobtte ihn und ermahnte zur Beharrlichkeit. Dasselbe geschah auch bei einer anderen Gelegenheit durch den Cardinal Campegius. Aber Brentz folgte nicht, sondern verheirathete sich bald nach der Rückkehr von Augsburg mit Margarethe Wetzel, geb. Gräter, einer frommen Matrone zu Hall. Sie gebar ihm sechs Kinder, von denen ihn drei überlebten.

Seine längere Abwesenheit hatten die Hallenser nur schwer getragen. Wenn sie das Beste nicht hatten, mochten sie das Gute nicht geniessen, und die Predigten Isenmann’s und Gräter’s wurden vernachlässigt. Wie sehr sich Brentz darüber betrübte, gegeht aus einem an Isenmann am 15. Juli 1530 geschriebenen Briefe hervor, in welchem er sagt: „Was Du mir von unserer Gemeinde schreibst, thut mir sehr wehe. Wohl ist es ein gemeines, aber doch ein wahres Sprüchwort: In der Abwesenheit des Lehrers erprobt sich am meisten die Tugend des Schülers. Wenn die Gemeinde fortfährt, so schläfrig und sicher, so nachlässig bei der gegenwärtigen Gefahr zu sein, so möchte sie eher meine Entfernung, als meine Rückkehr veranlassen. Oft erhalte ich Nachrichten, wie sehr man sich nach meiner Gegenwart sehne; aber dies ist nicht das Betragen, das dieser Sehnsucht angemessen ist, sondern frommes Gebet sollte es sein. Da sie dieses öffentlich vernachlässigen, wie viel weniger werden sie es im geheimen Kämmerlein üben! Zurücksehnen sollten sie mich durch wohlgeordneten Wandel, durch brünstiges Verlangen nach dem Worte Gottes, und nun höre ich, dass sie es verachten, und unsere Kirchen wenige Zuhörer haben. Prediget Ihr nicht das Wort Gottes? Redet Christus nicht durch Euern Mund? Ohne Zweifel. Ich weiss, dass Ihr Werkzeuge des Herrn seid. Wenn sie nun eure Stimme nicht hören, so fürchte ich, sie werden auch die meinige nicht mehr hören, und der Herr werde wegen dieser Verachtung mich entfernen und sie gänzlich des Wortes berauben. Haben sie denn kein Gefühl für die gegenwärtige Gefahr und für die bevorstehenden Trübsale? Täglich verkündigt man uns die Annäherung der Türken, täglich erwarten wir harte Entscheidungen dedes Kaisers gegen das Evangelium. Die Angelegenheiten der Deutschen standen nie gefährlicher, als zu unserer Zeit, und meine Hallenser schnarchen sicher, leben sorgenlos! O Zeiten, o Sitten! Sollte sie nicht die letzte Theuerung anmahnen, die sie schon vergessen zu haben scheinen? Doch tröstet mich Dein und unserer Brüder, der Diakonen, Fleiss und Treue, worin ich Euch durch Christum zu beharren bitte. Wollen jene nicht thun, was christlichen Zuhörern geziemt, so wollet Ihr doch fort und fort Eures Amtes warten. Wünschet den Frieden! Wollen sie ihn nicht annehmen, so wird er zu Euch zurückkehren, sie aber Trübsal treffen.“

Als Herzog Ulrich von Würtemberg im J. 1534 sein Herzogthum wiedererobert hatte und im ganzen Lande das Lutherthum einführte, gedachte er auch, die Universität Tübingen zu reformiren und gewann auf ein Jahr (1537) nach eingeholter Erlaubniss vom hallischen Magistrate zum Commissär der Anstalt den umsichtigen und gewandten Brentz. Dieser entwarf in Verbindung mit bedeutenden lutherisch gesinnten Lehrern, namentlich Camerarius und dem Mediciner Fuchs, neue Gesetze und Statuten. Ein Beispiel seiner Mässigung bei dieser Umgestaltung giebt sein entschiedener und erfolgreicher Widerstand gegen den Plan einer starken Partei, die akademischen Würden abzuschaffen. Wie im Kriegerstande, erklärte Brentz, so seien auch im Gelehrtenstande Auszeichnungen heilsam, damit die zu Magistern und Doctoren Ernannten in der empfangenen Ehre die Aufforderung hätten, sich derselben würdig zu machen und Andere zur Nachahmung reizten. Übrigens war Brentz in Tübingen nicht bloss als Administrator thätig. Er hielt Vorlesungen über das zweite Buch Mosis, predigte oft vor dem Volke und lernte Mathematik und Astronomie im Hörsaale Stöffler’s. Unvergessen in Tübingen wurde er 1543 dahin zum Prediger und Professor berufen; aber die Hallenser erklärten, ihn nicht entbehren zu können, und er blieb bei ihnen.

Der Ausbruch des Schmalkaldischen Krieges brachte Brentz in grosse Gefahr. Die kaiserlichen Truppen rückten am 16. December 1546 in die Stadt. nachdem sie auch in sein Haus eingedrungen, verschloss er seine Papiere, flüchtete seine Familie und entfernte sich selbst. Am anderen Morgen trieb ein spanischer Bischof die Soldaten aus dem Hause, ging in die Bibliothek, erbrach die Pulten und durchsuchte die Papiere. Unter diesen fanden sich Predigten, in welchem die kriegerische Vertheidigung des Glaubens für ein christliches Werk erklärt war. Brentz entzog sich der Verhaftung durch Flucht auf einen hohen Thurm. Dort sich nicht mehr sicher glaubend durchirrte er in fremden Kleidern in einer kalten Nacht Felder und Wälder. Nachdem der Kaiser bald darauf abgezogen war, kehrte er nach Hall zurück. Im Mai 1548 erschien das verhasste Interim. Brentz bekämpfte es mit Entschiedenheit als den „interitum“ und erklärte dem Magistrate, wie er den Tod der Annahme des Interims vorzöge. Hierauf schickte der Kaisser einen Commissär nach Hall mit dem Auftrage, Brentz lebendig oder todt nach Augsburg zu überbringen. Jener berief den Rath und liess alle Mitglieder den Eid leisten, dass sie von den Mittheilungen, die er im Namen ddes Kaisers ihnen machen werde, Nichts verlautbaren sollten. Hierauf zeigte er ihnen seine Vollmacht, Brentz gefangen zu nehmen. Aber durch Gottes Fügung war der Rathsherr Büschler erst nach der Eidesleistung in die Versammlung getreten, ohne von dem Commissär bemerkt zu sein. Er überschickte Brentz unmittelbar nach Aufhebung der Session durch Isenmann einen Zettel, worauf die Worte standen: Fuge, fuge, Brenti, cite, citius, citissime! Brentz sass gerade bei Tisch mit seiner Familie unund einigen Freunde, die er zur Feier seines Geburtstages geladen hatte, als er den Zettel erhielt. Sofort stand er auf und ging mit Isenmann zum Thore hinaus. Wochen lang verbarg er sich am Tage in einem dichten Walde, des Nachts in einem Dorfe, wo die Seinen von dem Schenken Erasmus von Limpurg beherbergt wurden. Als er in dieser gefahrvollen Zeit den Hallensern seine Dienste muthig wieder antragen liess, erhielt er von ihnen die Antwort, er möge, da sie ihn nicht schützen könnten, eeine andere Anstellung übernehmen. Bald darauf fand er Schutz durch den Herzog Ulrich von Würtemberg. Dieser gab seinem Secretär, Jacob Kommesser, den Auftrag, Brentz an einem sicheren Orte unterzubringen, den er selbst nicht kennen wollte, damit er allen Falls seine Unwissenheit beschwören könne. Kommesser brachte Brentz nach der Burg Hohenwittlingen auf der Alp. Hier lebte der Verfolgte in tiefer Stille, frommen Meditationen und Studien hingegeben und schlief des Nachts ruhig. Da ind indessen, wie er in Erfahrung brachte, die Nachforschungen im Würtembergischen nicht aufhörten, ging er nach Basel, wo er in längerer Ruhe und Musse seinen Commentar zum Jesaias schrieb und die Erklärung einiger Psalmen herausgab. „Ich habe nun“ – sagt er einst über Tisch – „aus Erfahrung gelernt, dass die Psalmen David’s nur von Denen recht verstanden werden, die durch viel Kreuz und Trübsal gegangen sind.“ Die Trauerbotschaft von dem Tode seiner Gattinn in Stuttgart zog ihn zu seinen dort lebenden Kindern. In neuer Gefahr flüchtete er mit einem Brodt auf den Boden eines offenstehenden Hauses. Die kaiserlichen Soldaten fanden ihn nicht, obwohl sie dicht neben ihn durch den Holzstoss, hinter welchem er verborgen war, die untersuchenden Lanzen stiessen. Es wird erzählt, eine Henne habe täglich zur Mittagszeit zu seinen Füssen ein Ei gelegt, welches, mit einem Stück Brodt gegessen, vor dem Hungertode ihn bewahrte. Vierzehn Tage hatte Brentz in seinem Verstecke geschmachtet, als er durch Stimmen auf der Strasse die Kunde vom Abzuge seiner Feinde empfing. Er ging zum Herzoge, und dieser machte ihn zu seinem Burgvogte im Städtchen Hornberg. Hier übersetzte Brentz seinen Namen in ?????s?? und germanisirte ihn dann wieder in die Form „Engster.“ Als Burgvogt Huldreich Engster schrieb er seine Auslegung des Katechismus und besuchte fleissig die Kirche. Von dem Pfarrer, dem er gerathen hatte, seine Predigten abzukürzen, empfing er die Antwort: „Euch Vögten wird die Zeit immer zu lang ja in der Kirche, aber nicht bei der Zeche.“ Doch konnte sich Brentz nicht völlig verleugnen. Es kam den Leuten sonderbar vor, dass dieser Burgvogt nicht zechte, tobte und fluchte, und als er einst den Pfarrer in einer Krankheit besuchte, mehre Stellen aus den gehörten Predigten citirte und ihn dadurch zu trösten strebte, erwiderte der Pfarrer: „Lieber Herr, wer Ihr auch sein möget, ein rechter Vogt seid Ihr einmal nicht.“

Nach Ulrich’s Tode (1550) wurde Brentz vom Herzoge Christoph nach Stuttgart berufen. Da indess die Rücksicht auf den Kaiser seine öffentliche Anstellung widerrieth, so wurde er vorläufig mit nur schriftlichen Arbeiten, in einer benachbarten Landwohnung, beschäftigt. Im Auftrage des von ganzer Seele protestantischen und thatkräftigen Fürsten verfasste er 1551 die Würtembergische Confession, welche, nachdem sie von der Landesgeistlichkeit unterschrieben war, dem Concil zu Trident übergeben wurde. Diese Schrift wurde wegen ihrer Gründlichkeit, Klarheit und Schärfe von der lutherschen Kirche, namentlich auch von der sächsischen, sehr hochgestellt und in verschiedene Sprachen übersetzt. Sie selbst erklärt sich für eine Wiederholung der Augsburgischen Confession. 1552 wurde das Consil zu Trident von Würtemberg aus durch Brentz und andere Theologen beschickt; aber sie kehrten unverrichteter Sache zurück; „denn darin“ – berichtet Salig – „willigten die kaiserlichen Gesandten wohl, dass man im Concilio die heilige Schrift zur Richtschnur der Streitigkeiten setzen wollte; allein sei meinten, die Schrift sein ein unbeseeltes und stummes Ding, und müsste also Einer sein, der dieselbe erklärte, das wäre aber kein Anderer, als der Papst.“ Der durch diesen Ausgang in seinen Erwartungen getäuschte Herzog trieb jetzt unbekümmert um Papst und Kaiser sein reformatorisches Werk, indem er noch vor dem Passauer Vertrage das Interim für abgeschafft erklärte. Brentz, deer 1553 zum Propste, geistlichen Vorstande des Consistoriums und Generalsuperintendenten der Landeskirche ernannt wurde, arbeitete noch in demselben Jahre die von Schnepf verfasste Kirchenordnung um und edirte sie in grösserem Umfange 1559; im JJ. 1562 brachte er eine neue Klosterordnung, nach welcher die Klöster in Schulen für künftige Religionslehrer umgewandelt wurden, zur Geltung. Ausser diesen und ähnlichen Arbeiten lag ihm die Visitation der Universität und Klöster, vor Allem abeber die Predigt an Sonn- und Wochentagen ob. Doch ging sein Wirken keineswegs in bloss praktischer Thätigkeit auf; vielmehr nahm er auf’s wirksamste Antheil an den dogmatischen Streitigkeiten der Zeit und war vorzugsweise bemüht, die Kirchenlehre durch Entwickelung ihrer Hilfssätze zu begründen. Seine Schriften de personali unione duarum naturarum in Christo (1560) und de divina majestate Christi haben zuerst die christologischen Grundsätze der Abendmahlslehre gründlich nachgewiesen und die Doctrin von der communicatio idiomatum in den lutherschen Lehrbegriff gebracht. Doch wie treu er auch an letzterem festhielt, behielt er gleichwohl ein Verständniss für Behauptungen, die mehr im Ausdruck, als im Wesen von demselben abwichen. So nahm er sich in dem Würtembergischen Gutachten vom 5. Decbr. 1551 selbst des allgemein geschmäheten und verdammten Osiander an und erklärte in der gleichfalls von ihm verfassten Tübingenschen Declaration vom 1. Juni 1552 den Streit für einen grammatischen Krieg. Mit den Worten ihrer fünften These: „dass durch den Glauben in Jesum Christum Gott der Vater, Sohn und heiliger Geist sammt allen ihren Gütern in uns wahrhaftig wohnen (Joh. 14)“ gab die Declaration dem Osiander Recht; sttellte sich aber seinem Ausdruck, wiewohl auf seine Zustimmung rechnend, in der sechsten These: „dass durch den Glauben in Christum Gott, in uns wohnend, vergebe uns wohl die Sünde, so noch in uns hie auf Erden steckt, und rechne sie uns nicht zu aus Verdienst seines lieben Sohnes, unseres Herrn Jesu Christi; aber er lasse uns nicht für und für unverneuert in der Sünde bleiben, sondern fahe an hie in diesem Leben die Sünde auszufegen und uns mit der That fromm und gerecht zu machen, bis wir im künftigen Leben der Sünde ganz ledig und mit vollkommener Frömmigkeit und Gerechtigkeit, als rechte Glieder Christi und Kinder Gottes, gezieret werden“ entgegen. Sie wurde indessen, nicht weil man sie für heterodox, sondern für missverständlich im Interesse Osiander’s erachtete, von dessen Gegnern verworfen.

Am 28. Decbr. 1568 starb Herzog Christoph von Würtemberg. Brentz wurde durch diesen Todesfall tief erschüttert; er würde, sagte er, seines theuern Landesfürsten Leben, wenn’s möglich wäre, mit seinem eigenen erkaufen. Wie hoch er selbst von Christoph geachtet wurde, beweis’t dessen Befehl, den Brentzischen Commentar zum Jesaias in den Sarg unter sein Haupt zu legen.

Im Alter erfuhr Brentz Etwas von der Wahrheit seines eigenen Ausspruches: „Zum Alter kommen wie zu einem Opferaltar alle Übel zusammen.“ Doch duldete er ruhig im Glauben, sich freuend auf die ewige Gesundheit. Treu pflegte ihn seine zweite Gattinn Katharina, geb. Isenmann. Sie hatte ihm zwölf Kinder geboren, von denen zwei früh starben. Beim herannahenden Tode versammelte er alle Prediger Stuttgart’s um sein Krankenbett und liess in ihrer Gegenwart durch seinen Sohn sein vor einigen JaJahren verfasstes Testament vorlesen, worin er sich feierlich zum Glauben seiner Kirche bekennt, indem er u.A. sagt: „Ich glaube und bekenne aus meines Herzens Grunde festiglich, dass die Bücher der heil. Schrift, Altes und Neues Testament, seine eine wahrhaftige Schrift des heiligen Geistes und ein gewisser Sendbrief des allmächtigen, barmherzigen Gottes an das ganze menschliche Geschlecht, mit göttlichen, himmlischen Wunderzeichen versigelt und versichert.“ Noch einmal erklärte er, a auf diesen Glauben sterben zu wollen, feierte dann mit den Geistlichen nach abgelegter Privatbeichte das heilige Abendmahl und ermahnte sie mit Anführung von Ps. 133. nachdrücklich zur Einigkeit. Zwölf Tage darauf starb er, den 11. Septbr. 1570. Er liegt in der Stiftskirche neben der Kanzel begraben. So hatte er es bestimmt, auf dass, sollte jemals einer seiner Nachfolger wider das reine Wort predigen, er sein Haupt aus dem Grabe erheben und ihm zurufen könne: „Du lügst.“
(...)
{Quelle: Beste, Wilhelm - Die bedeutendsten Kanzelredner der lutherschen Kirche des Reformationszeitalters,Leipzig,Verlag von Gustav Mayer,1856} 
Brenz, Johannes (I48938)
 
115 "... des verstorbenen Gemeindsmann und Drehermeisters Jacob Bohrer hinter lassene Witwe an Altersschwäche, alt 78 Jahre..." Embach, Anna "Margaretha" (I4822)
 
116 "... die Ahnen der Dickmann'schen Namenslinie stammen aus Rahnsdorf bei Köpenick und haben nach etwa einhundertjährigen Zwischenaufenthalt im 18. Jahrhundert in Mittenwalde dann wieder bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Berlin gelebt.
Auch die Mutter ... des Berliner Goldschmieds August Albert Dickmann, und deren Vorfahren sind Berliner." 
Dickmann, August Friedrich (I126)
 
117 "... Ehefrau des Johannes Lammert Einwohner von Lorsch |: der sie aber verlassen :| alt acht und sechzig Jahre ..." Ruh, Anna Maria (I21661)
 
118 "... einzigartiger Wohltäter der Kirche.."
"19. Obijt Josephus Schneller hujas incola & Cementarius. omnibus morientium sacramentis rité provisus. aetatis quinquaginta annorum. Singularis Benefactor Ecclesiae." 
Schneller, Joseph (I5612)
 
119 "... in Gegenwart der beiden hiesigen Gemeindsleute Philipp Schnatz und Johannes Levasier..." Schäfer, Maria "Gertrud" (I21679)
 
120 "... in Gegenwart der beiden hiesigen Gemeindsleute, Peter Massot und Johann Wiegand" Wachtel, Georg (I13438)
 
121 "... in Gegenwart des Gemeindsmanns von Lorsch Philipp Franck und des hiesigen Schullehrers Schönherr" Zöller, Valentin (I12164)
 
122 "... in Gegenwart des Lehrers Caspar Schoenherr und des Bürgers Philipp Franck..." Wahlig, Susanna (I2887)
 
123 "... in Gegenwart ihres Sohnes Daniel Hartmann und des Glöckners Barthel Neundörfer" Lorbacher, Cleopha (I3925)
 
124 "... morgens halb 6 Uhr starb nach einer langen und schmerzlichen Krankheit, Folgen der Hämorrhoiden, mit frommer Ergebung in den göttlichen Willen der hiesige Hochwürdige Herr Pfarrer Anton Aloysius Josephus Seitz geboren zu Fürth im Jahr 1757, am 4ten Jänner..." Seitz, Anton Aloys Josef (I3473)
 
125 "... nach erhaltem Vicariats Dispensation wegen Verwandtschaft im dritten Grade gleicher Linie"
{Trauzeugen} die beiden Ortsbürger Friedrich Wachtel und Nicolaus Walter 
Familie F6656
 
126 "... Obijt morte subitanâ abrepta Anna Maria Joannis Georgij Kayser hujatis quondam incolae & linificis, ante absoluta, & vix inuncta exspiravit. in aetate septuaginta circiter annorum, vel paulo inferius" Dofel, Anna Maria (I6456)
 
127 "... post impetratam dispensa[ti]o[n]em tam in proclamaoibus qm in impedimente consanguinitatis gradus tertii aequalis more canonico contraxerunt matrimonium..."
nach Erhalt der Dispens vom Ehehindernis der Blutsverwandtschaft dritten Grades 
Familie F2264
 
128 "... Von Kindswesen auff/ habens seine liebe Eltern zu Kirchen unnd Schul-gehen fleissig angehalten/ damit es sowol im Gebeth/ als auch im Lernen und Schreiben/ unnd andern Stücken warer GOttseligkeit möchte wolerzogen werden: Und solche Kindtszucht ist bey Ihm durch Gottes Gnad sehr Fruchtbar gewesen/ Sintemal Er in disciplina Scholastica,unnd in Linguis & Artibus seine progressus gehabt/ unnd solche specimina von sich spüren lassen/ daß/ ob wol seine trewmeinende Eltern Ihn mit nothwendigen sumptibus zun studijs zuhalten nicht getrawten/ unnd deßwegen Ihn ein Ehrlichs Handtwerck zulernen schon angedinget hatten/ Ihm doch solchs nicht einleuchten wollen/ sondern hat auß sonderlicher Lust zun studijs, sich freywilliglich auff unterschiedene Particular-Schulen/ namhafft aber nach Giessen/ unnd folgends auch auff etliche berümbte Universiteten, als Marpurg/ Tübingen/ Wittenberg / Helmstatt/ unnd sonsten begeben/ unnd seine studia mögliches fleisses continuiret: bis Er endlich zu Herrn D. Offenbachio, derozeit Fürstl.Hessischem/ auch Lothringischem Rath und der Statt Wormbs Syndico befördert unnd in der Schreib-Stuben daselbst sich wol gebrauchen lassen." Geisheimer, Hermann (I43777)
 
129 "... Wagnerin Ursula Antonij Wagner Junioris hujatis incolae uxor subito post diuturnos partiis dolores obijt ita ut sacerdos vocatus vix illam absolvere et sacram unctione munire potuerit, duobus tamen ante partum diebus in Ecclesiam confessionem et communionem sese ad partum et inde eveniertem mortem praeparavit erat annorum 40 circiter" Hönig, Ursula (I18089)
 
130 "... weyland der Erbare Bonifacius Geißheymer /Bürger" Geisheimer, Bonifacius (I43775)
 
131 "..., plötzlich zu Tode gekommen: dieser gute Mann transportierte ein Holzbündel auf einem Wagen und ist auf dem Weg vom Pferd in einen Dornenstrauch gestürzt und gestorben, 30 und einige Jahre alt"

"1mo Februarij obivit Valentinus Diel, incola in Kleinhausen, subitaneâ morte abreptus: iste bonus vir fasces lignorum vectabat in curru & in viâ ex equo in vepretum prolapsus exspiravit aetatis triginta & aliquot annorum." 
Diel, Johann "Valentin" (I5337)
 
132 ".... Septembr. [1635] starb die Erliche Schultheißin, Conrad Schragen, Schultheiß eheliche Hausfrau, des alten Weissen, schillings Geschlechts von Reitlingen, des s. Johann Weissen weyland Vogts Tochter." Weiß, Agnes (I51721)
 
133 "....cop.d. 27 Februar MDCCLIX [1759] Jacob Haubensack bürg. und Metzger, Wittwer, und Anna weil:? Joh: Jacob Wagners, bürg: und Wirths. rel:[relicta] vidua" Familie F14911
 
134 "...20 und einige Jahre alt..."
"20. Februarij Obivit in puerperio Catharina, Andreae Kilian hujatis incolae uxor, postquam graviter laboraverat in partu, prolem mortuam enixa, subito improvisa extincta est. aaetatis viginti et aliquot annorum" 
Werner, Anna "Catharina" (I13194)
 
135 "...29. Junij [1702] ist chrl: [christlich] begrab[en] word[en]. Martha. Jacob Mausers Schuohmachers alhier Ehl: Haußfrau ihres alters. 29. jahr und 2. Monath" Wagner, Martha (I51263)
 
136 "...9. 7br[is] [1706] ist chrl:[christlich] begraben word[en]. a. [alt] Martin Hoch bürger alhir seines alters ..2 jahr" [Schrift verdeckt] Hoch, Martin gen._Stoffels_Martin (I51551)
 
137 "...an einem Katarrh erstickt...über 70 Jahre alt"
"14ta Wüstin Anna Maria, defuncti Georgij Wüst Incolae et fabri-ferrarij hujatis relicta Vidua, Catharro Suffocativo, praevijam Sacramentali absolutione et extremam unctione nudius 3tius extincta fuit aetatis 70 et ultra annorum" 
Schmitt, Anna Maria (I2171)
 
138 "...Barbara Mergenthalin einer ??gelasssenen Schulmeisters Witwe aus dem Zweibrückischen die sich in
Hilmstatt? aufgehalten..." 
Barbara (I49310)
 
139 "...beerdigt in Gegenwart der beiden hiesigen Gemeindsleute Peter Gündling und Valentin Freisins" Kreidemacher, Margareta (I2875)
 
140 "...ca 19 Jahre alt, dieser gute Jüngling war als Geselle - er war nämlich Schneider - in der Fremde und zog sich dort eine Krankheit - ich weiß nicht welche - zu, von da an war es nötig in die Heimat zurückzugehen, oder vielmehr mussten seine Eltern ihn von Mannheim wegberufen und in die Heimat bringen, wo er nach einem Monat oder halben Monat gestorben ist.

"17. Obivit Ingenius Adolescens Franciscus Philippus Domini Hermanni Gärtner subpraetoris hujatis & Maria Barbara Conjugum filius, omnibus moribundorum sacramentis ritè & mature provisus, aetatis 19 circiter annorum. iste bonus adolescens opificicij causâ /. erat enim sartor. / peregrina loca adierat, et in peregrinatione morbum, nescio qualem, contraxerat, inde coactus est, ad patrios lares remeare, vel potius parentes ipsius debuerunt eum Mannhemio avocare et in patriam apportare, ubi post mensem vel sequi mensem mortuus est" 
Gärtner, Franz Philipp (I7450)
 
141 "...cop 18. Aug. [1757] ... Johann Michael Schue, Schulmeister, viduus, und Anna Dorothea weil. Joh. Michael Wagners gewesenen Rathsverw[andten] rel[icta] vid[ua]" Familie F14810
 
142 "...copul: d. 29.Aug: [1752] Hanß Jacob Reiber, Hanß Jacob Reibers, Bürg und Bauren allhier ehl led: Sohn, und Anna Margaretha, weyl. Hanß Jerg Fezers, gewesenen Bürg: und Mezgers allhier nachgel: Wittwe" Familie F14412
 
143 "...gute und fromme Frau, ca. 60 und einige Jahre alt"
"10. Obivit Maria Barbara Henrici Herd hujatis quondam incolae, ante sequi annum defuncti uxor, Bona & pia mulier, aetatis sexaginta circiter et aliquot annorum" 
Hermann, Maria "Barbara" (I7267)
 
144 "...in Gegenwart der hiesigen Gemeindsleute und Nachbarn Valtin Ludwig und Anton Appel" Hofmann, Elisabeth (I11311)
 
145 "...in Gegenwart der Nachbarn und hiesigen Gemeindsleuten Leonard Dewald und Franz Weber" Bohrer, Jacob (I4539)
 
146 "...Januarii [1707; Datum17.aus Familienregister] ist chrl. begrab[en] word[en] Maria Hanß Nonnenmachers ux. ihres [Alters] 60 jahr und 10? monath?" Häußler, Maria (I47754)
 
147 "...Maria Gertrudis geborene Schäfer Ehefrau des hiesigen Gemeindsman Nikolaus Kreidenmacher alt sechs und fünfzig Jahre..." Schäfer, Maria "Gertrud" (I21679)
 
148 "...Plötzlich und unvorhergesehen vom Tod weggerissen. Dieses gute Mädchen litt viele Jahre an Epilepsie, die sie sehr zerstörte und geisteskrank machte. Mindestens 30 Jahre alt."
"30. Obijt Juliana, subitanea & improvisâ morte abrepta, Philippi Galley incolae in Kleinhausen et Anna Margaretha conjugum filia ista bona puella multis annis laboravit morbo Caduco, qui ipsam multum destruxit, & rationis impotem fecit. fuit in aetate ad minimum triginta annorum" 
Galley, Juliana (I7379)
 
149 "...post proclamationes una Simul factas |: uroebat? emin ratio :| copulatus est..."
{Trauzeugen} (weiterer) N. Schüler, Bruder der Braut, Einw. Lorsch 
Familie F1544
 
150 "...post trinas proclamaoês et exhibitas litteras dimissoriales Parochi Ladenburgensis, ubi sponsi Inservierant priori anni, ..." Familie F11686
 
151 "...postquam abjuratâ Heresi luth: Catholica fidei fisess? vice fecit..."
"nachdem der Bräutigam der Häresie Luthers abgeschworen hatte und zum katholischen Glauben übergetreten war" 
Familie F544
 
152 "...qui absque ullo Sensu et Signo, cum ad eum fuerat vocatum, heri mane obijt, Sacramenta? et? tamen inunctus"
"ca 60 Jahre alt" 
Dietsch, Pankratius (I2212)
 
153 "...Romanus Kettnauer des weiland Georg Kettnauer Gemeindsmann von Ay bei Ulm mit Katrina einer gebohrenen Bräunin ehelich erzeugter Sohn zum zweiten mal verwittibt, hiesiger Gemeindsmann und Schuhmachermeister alt acht und dreißig Jahre..."
{Trauzeugen} Niklaus Hartmann, Gemeinsmann und Ackersmann Lorsch, von Seiten des Bräutigams,
Anton Henkes, Gemeindsmann Lorsch, von Seiten der Braut 
Familie F5947
 
154 "...und benebenst der ordentlichen Raths-Stell bey dieser Fürstlichen Residentz Darmbstatt / hat er auch die Stattschreyberey / in die 30. Jahrlang sorgfeltiglich und rühmlichen verwaltet." Geisheimer, Hermann (I43777)
 
155 "...Und sind hierbey die Zeigen gewesen, der Ehren... wohlfürnehme H Nickhel Tyllmetz: Churf.. Mainzischen Schultheiß alhier: Hanß Nickhel Dillman Förster zue Steinheim: und dan an seitten deß H. Christianß Haussfraw Elisabetha tochtermann H Johanneß Scouvant der Zeit dhomb Schulmeister zue Wormbß Im beysein deß Gerichtsschreiberß Georg Michel Förstners? Und alleß in Gegenwart auch mit g...haltung deß Hn Christians beyden rechten: und Stiefsöhnen Hanß Schweickhart Heintz: Und Jost Herbel von Alspach: dann deß dochtermannß Johanneß Walterß? sambt ihren ahngehenden Eheweibern..." Familie F15553
 
156 "...utsmann und Stadtmusicus" 1840 Dickmann, August Friedrich (I126)
 
157 "...weyland / des Ehrenfesten / Wolvorachtbarn unnd wolgelarten Herrn / Hermanni Geisheimeri,Notarij publici,Fürstlichen Hessischen Hoffgerichts berühmbten Advocati und Procuratoris Ordinarij,&c. Auch des Rahts / unnd Alten Stattschreibers allhie zu Darmbstatt..." Geisheimer, Hermann (I43777)
 
158 "...wobei der Bräutigam erklärt hat, daß er das von der Braut unehelich geborene Kind für ein durch ihn erzeugtes erkenne, welches Kind mit Namen Johannes Diehl den achtzehnten Dezember auchzehnhundert drei und dreißig geboren und in der Kirche zu Kleinhausen den neunzehnten Dezember getauft worden ist." Familie F4082
 
159 "..27.Jan.[1725] ist chl: [christlich] begraben word[en]. Anna Magdalena. Michel Wagners müller nachgelaßen. wittib war alt wor[en] 79." Reiber, Anna Madlin (Magdalena) (I51299)
 
160 "..zu dem man eine gute Hoffnung hat / daß er zu seiner Zeit auff die Canzel gestellt..." {Leichenpredigt Elisabeth Meissner 1631}
mag.17.07.1629 "vieljähriger Feldprediger" {Kolb,Konsstorialakten in Veith, FamBuch Weinsberg}
1633-1634 evang. Pfarrer in Duttenberg bei Neckarsulm (1634 war Duttenberg wieder katholisch)
23.11.1641-1650 Pfarrer in Waldbach , 1642 als Pfarrer in Lichtenstern und Waldbach genannt 
Meissner, M Johann Georg (I48936)
 
161 "01. obijt Susanna Heintzin oibq [omnibus] moribundorum Smtis [sacramentis] ritè provisa 81 anoru" Dilmetz, Susanna (I1995)
 
162 "01.09.1731[sic!]. Catharina Gertrauda, Tochter des Hl. Peter Jardin, Registrator bey hochl. Kirchend. Alt: einige Tage" Jardin, Catharina Gertrauda (I59533)
 
163 "1 1/2 Jahre alt" Bohrer, Apollonia (I23367)
 
164 "1 1/2 Jahre alt" Wagner, Michael (I23376)
 
165 "1 1/2" Jahre alt" Wüst, Catharina (I13981)
 
166 "1 1/4 Jahre alt" Münzenberger, Anna Maria (I8560)
 
167 "1 Jahr 3 Monate 8 Tage alt" Schmitt, Georg Nicolaus (I49140)
 
168 "1 Jahr alt" Diel, (Junge) (I5343)
 
169 "1 Jahr alt" Gärtner, Susanna (I7493)
 
170 "1 Jahr alt" Gärtner, Maria Barbara (I7531)
 
171 "1 Jahr alt" Theophil, Anna Maria (I12010)
 
172 "1 Jahr alt" Wahlig, Anna Maria (I17967)
 
173 "1 Jahr alt" Becker, Balthasar (I23468)
 
174 "1 Jahr alt" Wiedemann, Maria Apollonia (I26341)
 
175 "1 Jahr alt" Wiedemann, Philipp "Bernhard" (I26342)
 
176 "1 Jahr alt" Huba, Johann Adam (I54903)
 
177 "1 Jahr, 10 Monate, 14 tage alt" Wagner, Michael (I23249)
 
178 "1 Jahr, 4 Monate alt"; "nicht hier, sondern im Odenwald geboren und getauft" Diel, Sebastian Adam (I5440)
 
179 "1 Jahr, 5 Monate alt" Salzgeber, Hanß Adam (I49926)
 
180 "1 Jahr, 8 Monate alt" Gärtner, Anna Maria (I7485)
 
181 "1 Jahr, 8 Monate alt" Wiedemann, Valentin (I30106)
 
182 "1 ma [11.1760] Johannes filius Leonardi Weidinger et Rosina Steüerin, qui postqm? ad piscinam servierunt ob ca am praegnantem abeuntes circumvagati sunt quaerentes sacerdotem, qui ipsos copularet tandem in Nussloch invenerunt vagum sacerdotem qui eos copulavit. us? ad 9mam Archivicariatu delato est. levavit Joes Steuer Incola hujas et parens puerpera"
Anmerkung an der Seite:
"obtenta per gratiosu ... saipu? a rdssme vicariatu g? licentia copulati sunt videatur in Liber copulatoru mensis december 1760" 
Weidlinger, Johannes (I22451)
 
183 "1 Tag alt" Scheuermann, Philipp (I23725)
 
184 "1 | 2 Ioannes filiolus N: Bohrer quondam accola in felheim et Maria Anna conjugum, parvulus 5 annorum." Bohr, Johannes (I4108)
 
185 "1. Anna Maria Faustin vidua aet. 75. ob negligentiam domesticorum tantum extrema unctione provisa." Wachtel, Anna Maria (I13452)
 
186 "1. Anna Maria Nicolai Renz p.m. Incolae quondam huj~ conjux. aet: 73 o.s.p.x" Levasieur, Anna Maria (I3736)
 
187 "1. Jacobus Schönherr LudiMagister in Kleinhausen annorum 33 dbité provisus." Schönherr, "Jacob" Nazarius (I2865)
 
188 "1. Joannes Peter Schaab Incola Kleinhusanus Septuagenarius. o.s.p" Schaab, Johannes "Peter" (I1464)
 
189 "1. Petrus Strubel I.h. 42 annorû dbité provisus" Strubel, Peter (I1271)
 
190 "1. Valentinus Jacob Scabinus in Kleinhausen aet: 86. o s.p. +" Jacob, Johannes "Valentin" (I5394)
 
191 "1/2 Jahr alt" Wagner, Valentin (I23379)
 
192 "1/4 Jahr alt" Merckelbach, Susanna (I53737)
 
193 "1/4Jahr alt" Wagner, (Kind) (I52157)
 
194 "10 7bris obijt Eva, uxor Joannis Glatt incolae Lauriss. annorû 28" Eva (I2290)
 
195 "10 Adrianin Catharina Hermanni Adrian Incolae hujatis uxor puerpera, omnibus moribundorum sacramentis ritè munita: nudius 3tius sub vesperum piè obijt" Netzer, Anna Catharina (I2532)
 
196 "10 Catharina Raiboldin vidua plus vice Simplici /: agrote et semper iterum sanitati reddita :/ provisa et inuncta fuit tandem aetatis anno circiter 70 mo Apoplexia tacta subito exspiravit quin de novo sacramentis muniri potuerit" Galley, Catharina (I7368)
 
197 "10 in Festo Ascensionis rite pvisq inter horam diei 11 et 12mâ pie obijt Sebastianus Denifel faber lignarius et Incola Laurissensis"
gest. zwischen 11. und 12. Uhr am Tag 
Denefel, Sebastian (I5655)
 
198 "10 Jahre alt" Maurer, Andreas (I47956)
 
199 "10 Jahre alt" Merckelbach, Mathias (I54915)
 
200 "10 Joannes Jacobq Reisebach ex Bürstadt obijt omnibus sacra[mentis] pie ..." Reisenbach, Johann Jacob (I41843)
 

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