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 Bohrer

von Calw, Adalbert I.

von Calw, Adalbert I.

männlich - 1049

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  • Name von Calw, Adalbert 
    Suffix I. 
    Geschlecht männlich 
    Titel/Amt/Status Ufgau,Baden-Württemberg,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Graf im Ufgau 
    Titel/Amt/Status 1012  Bessungen [64283],Darmstadt,Hessen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Graf zu Gerau und Bessungen 
    Titel/Amt/Status 1015  Lorsch Kloster [64653],Bergstraße,Hessen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Vogt des Klosters Lorsch 
    Gestorben 1046/1049  [1
    Personen-Kennung I76  Mittelalter | LorschKlh
    Zuletzt bearbeitet am 4 Dez 2015 

    Familie von Egisheim, Adelheid 
    Kinder 
    +1. von Calw, Adalbert II.,   um 1025/1030,   22 Sep 1099, Hirsau [75365],Calw,Baden-Württemberg,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 69 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 21 Jul 2015 
    Familien-Kennung F33  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Dokumente
    Wappen der Grafen von Calw
    Wappen der Grafen von Calw
    Johann Siebmacher 1703
    Nachfahrentafeln zur Geschichte des Hauses Württemberg, [Schorndorf], 1591; UB Tübingen, Mh 6,2 Tafel 9: Grafen zu Calw
    Nachfahrentafeln zur Geschichte des Hauses Württemberg, [Schorndorf], 1591; UB Tübingen, Mh 6,2 Tafel 9: Grafen zu Calw

  • Notizen 
    • Adalbert I.
      Graf im Ufgau, zu Gerau und Bessungen
      Vogt des Klosters Lorsch
      † 1046/49

      Nach Hans-Walter Bergmann Sohn des Grafen Hartwig im Ufgau und der Bilizza vom Lobdengau, Tochter von Graf Poppo
      Bruder von Eberhard von Ingersheim, Papst Viktor II. († 28.7.1057)
      Neffe von Graf Heinrich im Lobdengau, Gräfin Berta von der Glehuntare, Graf Poppo von Lauffen, Bischof Gebhard III. von Regensburg († 2.12.1060), Regilia von Weinsberg, vom Römischen Kaiser KONRAD II. († 4.6.1039)
      Enkel von Adelheid von Metz († 19.5./7.9.1046)

      Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 1404,Calw, Grafen von
      1037 erstmals genannte Hochadels-Familie (11.-14. Jahrhundert), deren Besitzschwerpunkt im fränkisch-schwäbischem Grenzraum, im Würm-, Glems-, Enz-, Zaber-, Murr- und Schotzachgau mit Zentren in Ingersheim, Löwenstein und Sindelfingen lag. Vogteirechte über die Kloster Sindelfingen, Hirsau und Lorsch mehrten Macht und Ansehen der CALWER in der SALIER-Zeit.
      Die Beteiligung Graf Adalberts am Öhringer Stiftungsbrief von 1037 deutet auf eine enge Verwandtschaft der CALWER mit den SALIERN, den Grafen von Lauffen und den Wormsgau-Grafen.
      F. Quarthal

      Bühler Heinz: Seite 722,890
      "Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben"
      Das Bild wäre unvollständig, würden wir nicht auch den Zweig des alemannischen Herzogs-Hauses weiterverfolgen, dem die ERLAFRIEDE angehörten. Dieser Zweig müßte von einem Bruder oder einer Schwester des Herzogs Nebi (720-724) ausgehen. Zwar läßt sich keine Filiationsreihe von den bekannten Gliedern des 8. und 9. Jahrhunderts zu den Rechtsnachfolgern erstellen. Doch werden Erlafried der Jüngere, der Gründer der Aureliuszelle in Hirsau 830, und sein Sohn Bischof Noting als "parentes" des Grafen Adalbert II. von Calw bezeichnet, der 1059 mit der Wiederherstellung des verfallenen und entfremdeten Aurelius-Klosters begann.
      "Parentes" meint die Vorfahren allgemein, und zwar hier wohl in cognatischem Sinn. Adalbert II., Sohn Adalberts I. (1037) und einer Schwester Papst Leos IX. namens Adelheid, hatte seinen Siztz in Sindelfingen. Dem Kloster restituierte er nicht nur den meisten Besitz der früheren Aureliuszelle, sondern mehrte ihn durch Güter an Weil der Stadt (15 Huben), Bladen, Ottenbronn,, Döffingen, Feuerbach, Botnang und anderen Orten. Er war auch in Merklingen begüttert.
      Zu den Nachkommen der Herzogs-Sippe, speziell des Zweiges der ERLAFRIEDE, gehören gewiß auch die Nagold-Grafen, die in den älteren Generationen den Namen Anshelm bevorzugten und sich seit 1078/81 nach ihrem Sitz Tübingen benannten. Als Grafen sind sie die Rechtsnachfolger der GEROLDE und mindestens seit 966, wenn nicht schon 911, nachweisbar. Karl Schmid hat anhand von Verbrüderungseinträgen nachgewiesen, daß sie einerseits mit den ERLAFRIEDEN, andererseits mit den Grafen von Calw verbunden sind (Adalbert-Anshelm-Sippe).
      Die Familie Gottfrieds von Spitzenberg war unter anderem in Reimlingen im Ries begütert, in dessen Nachbarschaft auch die GUNDELFINGER Besitz hatten. Daher dürfte Gottfried von Spitzenberg den jüngeren Gottfried von Gundelfingen gekannt haben. Wahrscheinlich war er sogar mit den GUNDELFINGERN verwandt. Sein Name Gottfried weist darauf hin. Er war ins Haus SPITZENBERG durch die Mutter des Bischofs Gottfried, Adelheid, gebracht worden, die mit Rudolf von Spitzenberg-Sigmaringen (ca. 1133-1147) vermählt war. Sie stammte vermutlich aus dem Hause CALW (vielleicht als Tochter Graf Adalberts III. von Calw, † 1094?), in welchem der Name Adelheid zurückgeht auf Adelheid von Egisheim, die Gemahlin Graf Adalberts I. von Calw (1037-1046). Auch die verschiedenen Trägerinnen des Namens Adelheid im Hause GUNDELFINGEN verdankten ihren Namen letztlich jener Adelheid von Egisheim. So spricht einiges dafür, daß die Häuser GUNDELFINGEN und SPITZENBERG über das Haus CALW verwandt waren.

      Literatur:
      Bühler Heinz: Adel, Klöster und Burgherren im alten Herzogtum Schwaben Anton H. Konrad Verlag 1997 Seite 722,890,894/895 - Schwennicke, Detlef: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der Europäischen Staaten. Neue Folge Band XII, Schwaben Tafel 30 - [1]
    • Grafen von Calw

      EUROPÄISCHE STAMMTAFELN NEUE FOLGE BAND XII Tafel 30

      Lexikon des Mittelalters: Band II Spalte 1404, Calw, Grafen von

      1037 erstmals genannte Hochadels-Familie (11.-14. Jahrhundert), deren Besitzschwerpunkt im fränkisch-schwäbischem Grenzraum, im Würm-, Glems-, Enz-, Zaber-, Murr- und Schotzachgau mit Zentren in Ingersheim, Löwenstein und Sindelfingen lag. Vogteirechte über die Kloster Sindelfingen, Hirsau und Lorsch mehrten Macht und Ansehen der CALWER in der SALIER-Zeit. Hirsauer Tradition und Memorialüberlieferung lassen einen verwandtschaftlichen Zusammenhang der Grafen von Calw mit den Stiftern des ersten Klosters von Hirsau (830), Bischof Noting von Vercelli und Erlafried, sichtbar werden.
      Die Beteiligung Graf Adalberts am Öhringer Stiftungsbrief von 1037 deutet auf eine enge Verwandtschaft der CALWER mit den SALIERN, den Grafen von Lauffen und den Wormsgau-Grafen.
      Konnubium und verwandtschaftliche Beziehung zu hohen kirchlichen Würdenträgern stellen die Grafen von Calw zu Ende des 11. Jahrhunderts unter die ersten Familien des Reiches (Adalbert II., Enkel eines Grafen von Egisheim, oo Wiltrud, Tochter Herzog Gottfrieds II. des Bärtigen von Lothringen).
      Sie waren verschwägert mit den Reform-Päpsten Leo IX. und Stephan IX., vermutlich auch verwandt mit den Päpsten Damasus II. und Viktor II.
      Obwohl Adalbert II. zur päpstlichen Partei neigte, wurde sein Sohn Bruno von Kaiser HEINRICH IV. 1088 zum Bischof von Metz erhoben. Seit der Mitte des 11. Jahrhunderts verlegte Graf Adalbert II. († 1099) seinen Herrschaftssitz nach Calw (an der Nagold, Baden-Württemberg) und war bemüht, im nördlichen Schwarzwald eine geschlossene Rodungsherrschaft aufzubauen. Die Anlage zahlreicher Waldhufendörfer geht auf ihn zurück. In Erfüllung einer dringenden Bitte Papst Leos IX. von 1049 begründete er nach 1059 das Benediktiner-Kloster Hirsau neu. 1075 wurde es, gegen anfänglichen Widerstand Adalberts II., mit umfangreichen Freiheiten ausgestattet und konnte dadurch zum Zentrum der weitausgreifenden Hirsauer Reform werden.
      Mit Graf Gottfried II. († 1131), dem Sohn Adalberts II. und Schwieger-Sohn Bertholds II. von Zähringen, erreichte die Macht der Grafen von Calw ihren Höhepunkt. Gottfried war einer der wichtigsten und zuverlässigsten Anhänger Kaiser HEINRICHS V. und maßgeblich beteiligt an den Verhandlungen zur Beilegung des Investiturstreits mit den Päpsten Paschalis II. und Calixt II. sowie am Abschluß des Wormser Konkordats von 1122. Einen großen Machtzuwachs bedeutete es, daß ihm Kaiser HEINRICH V. 1113 die rheinische Pfalzgrafschaft übertrug. Zusammen mit Herzog Friedrich II. fungierte er während des Italien-Aufenthaltes HEINRICHS V. als dessen Statthalter in Deutschland.
      Die Heirat Herzog Welfs VI. mit Uta, Erb-Tochter Gottfrieds II., zerstörte das welfisch-staufische Gleichgewicht in Schwaben. Die Auseinandersetzungen um das Calwer Erbe nach 1131 zwischen Welf VI., Gottfrieds Neffen Adalbert IV. von Calw-Löwenstein und Konrad II. von Zähringen endeten mit einem Kompromiß, leiteten aber den Niedergang der Grafen von Calw ein.
      Mit Graf Gottfried († vor 1282) starb die Calwer Linie aus; Haupterben waren die Grafen von Tübingen.
      Die Linie Calw-Löwenstein erlosch nach 1277; ihr Besitz ging durch Kauf an eine uneheliche Nebenlinie der Grafen von Habsburg, die mittleren Grafen von Löwenstein. Ein weiterer Seitenzweig, die Grafen von Calw-Vaihingen, starb 1361 aus; Besitznachfolger waren die Grafen von Württemberg.
      F. Quarthal

      Literatur:
      Ch. F. Stälin, Wirtemberg. Gesch. I, 1841, 566-569; II, 1847, 366-387
      H. Bauer, Die Gf.en v. Kalw und Löwenstein, Wirtemberg. Franken 8, 2, 1869, 209-243
      E. Gunzenhäuser, Vaihingen/Enz unter den Gf.en 1113-1339 (1364), 1901
      W. Möller, Genealog. Unters. zur Gesch. der Schauenburg bei Oberkirch, ZGO 78, 1926, 515-526
      E. Klebel, Alem. Hochadel im Investiturstreit, VuF 1, 1955, 209-242
      H. Decker-Hauff, Der Öhringer Stiftungsbrief, Württemberg. Franken 41, 1957, 17-31; 42, 1958, 3-32
      K. Schmid, Kl. Hirsau und seine Stifter, 1959
      H. Jänichen, Herrschafts- und Territorialverhältnisse um Tübingen und Rottenburg im 11. und 12. Jh., 1964
      W. Kurze, Adalbert und Gottfried v. C., Zs. für württemberg. Landesgesch. 24, 1965, 241-308
      W. Kurze, Der Todestag Adalberts II. v. C., ebd., 417-420
      S. Greiner, Beitr. zur Gesch. der Gf.en v. C., ebd. 25, 1966, 35-58
      K. Feldmann, Hzg. Welf VI. und sein Sohn [Diss. Tübingen 1971].

      Trillmich Werner: Seite 110, "Kaiser Konrad II. und seine Zeit"

      Die Grafen von Calw saßen an der Nagold, um Hirsau und Sindelfingen. Von engen Beziehungen zum rheinischen Kraichgau zeugen Ländereien in Mingolsheim bei Bruchsal. Welch hohes Ansehen sie genossen, erweist die wohl zur Zeit HEINRICHS II. erfolgte Eheschließung zwischen Adalbert und einer EGISHEIMERIN, der Schwester Bruns, des späteren Papstes Leo IX.

      Stälin Paul Friedrich: Seite 411-415, "Geschichte Wirttembergs"

      Unter den fränkischen Geschlechtern des heutigen Württemberg ist das bedeutendste dasjenige, welches sich seit den 11. Jahrhundert nach der Burg Calw, seit dem 12. in zwei Nebenlinien auch von Löwenstein und von Vaihingen nannte. Die ältesten Glieder der Familie wären Graf Erlafried und sein Sohn Noting, Bischof von Vercelli, in der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts, wenn diese Personen überhaupt sicherer beglaubigt wären, als sie dies in Wirklichkeit sind. Da jedoch in der Folge Adalbert als der gewöhnlichste Taufname in der Familie erscheint, so dürften vielleicht schon Graf Adalbert, welcher im Jahre 870 Güter zu Gültstein gegen solche zu Zimmern im Elsenzgau von Kloster Lorsch ertauschte, sowie im 11. Jahrhundert die so genannten Grafen des Zabergaues vom Jahre 1003, des Murrgaues vom Jahre 1009, des Uffgaues von den Jahren 1041 und 1046 ihr angehören, mögen sie auch keinen dies andeutenden Beinamen führen.
      Nach Calw selbst nennt sich zuerst der im Öhringer Stiftungsbrief des Jahres 1037 zugleich mit dem Grafen Eberhard von Ingersheim, ohne Zweifel einem nahen Verwandten, vorkommende Graf Adalbert (I.). Er war vielleicht der Gemahl der Gräfin von Egisheim, Schwester Papst Leos IX. (1048-1054), welche in ihrer Ehe mit einem Calwer Grafen, dessen Taufname nicht erwähnt wird, den in der Geschichte öfters auftretenden Grafen Adalbert (II.) Axinbart gebar. Der letztere († 1099) machte sich, in seiner kirchlich-politischen Richtung vielleicht der Eingebung seines genannten Oheims folgend, durch die Gründung des Stiftes Sindelfingen und Neugründung des Klosters Hirsau, sowie als Anhänger des Gegen-Königs RUDOLF bekannt und erhielt vom Kloster Lorsch reiche Lehen übertragen. Vermählt war er mit Wiltrud († 1093), Tochter Herzog Gottfrieds des Bärtigen von Lothringen, eines Bruders Papst Stephans IX. (1057-1058), und stand so zu zwei Päpsten in naher Beziehung, während die früher häufige Annahme, Papst Viktor II. (1054-1057) habe, vielleicht als sein Oheim oder Bruder, zur CALWER Familie gehört, sich nicht begründen lassen dürfte.
      Von den Söhnen Graf Adalberts II. wurde Bruno vom Kaiser HEINRICH IV. im Jahre 1088 zum Bischof von Metz in Lothringen, dem Lande seines mütterlichen Großvaters, eingesetzt, jedoch schon im Jahre 1089 wieder vertrieben. Da der zweite Sohn, Graf Adalbert III., im Jahre 1094 vor seinem Vater starb, vererbte sich nach des letzteren Tode alle Hausmacht auf den jüngsten Sohn Gottfried, welcher den Höhepunkt des Hauses bilden, eine hervorragende Rolle in der Geschichte Deutschlands gespielt hat und deshalb schon mehrere Mal erwähnt wurde. Im Rate und im Kampfe, so besonders auch in den kirchlichen Wirren in den Jahren 1111,1122, einer der angesehensten und treuesten und am meisten mit Aufträgen bedachten Genossen König HEINRICHS V. und, aber auch nach eigener Macht und Besitztum strebend, wurde er von dem letzteren im Jahre 1113 mit der Würde eines lothringischen (das heißt zugleich auch fränkischen), oder wie sich der Name in der Folge gestaltete, eines rheinischen Pfalzgrafen bedacht, und war Vogt nicht bloß der Klöster Hirsau, Sindelfingen, Reichenbach, sondern auch von Lorsch. Als er im Beginn der 30-er Jahre des 12. Jahrhunderts verstarb (? 1131,1132,1133) und von seiner Gemahlin Liutgart, Tochter Herzog Berchtolds II. von Zähringen, infolge des frühen Todes seines Sohnes Gottfried, nur eine erbfähige Tochter, Uta, hinterließ, die wohl kurze Zeit vor seinem Tode Welf VI. heiratete, kam es zwischen diesem erwerbslustigen Herrn und Gottfrieds Neffen, Graf Adalberts III. von Calw Sohn, Graf Adalbert IV., der sich zunächst von Löwenstein nannte, zu einem Streit über das Gottfriedische Erbe, welcher in einem heftigen Waffenkampfe zum Ausgleich gebracht wurde. Da Graf Adalbert die Burg Calw und einigen sonstigen Besitz - wie berichtet wird, als Lehen von Welf - zu behalten vermochte, so nannte er sich in der Folge auch Graf von Calw und stand König KONRAD III. bei wichtigen Unternehmungen in Krieg und Frieden, namentlich beim Kampfe um Weinsberg im Jahre 1140, zur Seite.
      Von den Söhnen, deren Wirksamkeit der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts angehört, wurden Graf Adalbert V. und vielleicht auch Konrad Begründer der Calwer, Graf Berchtold der Löwensteiner Linie, beteiligten sich vielleicht Adalbert und Konrad - es werden zwei Brüder von Calw genannt - an der Tübinger Fehde des Jahres 1164. Im Calwer Zweige erscheint als Adalberts V. Sohn Graf Adalbert VI., welcher im Gefolge König PHILIPPS auftritt und von den Hirsauer Mönchen arger Gewalttaten gegen ihr Kloster bezichtigt wird. Dieser Zweig erlosch bereits ums Jahr 1260 mit einem nicht ganz sicher in den Stammbaum des Geschlechts einzureihenden Grafen Gottfried. Er vererbte den sehr geschmolzenen Güterbesitz der Familie auf seine Töchter, von denen die eine in 1. Ehe mit Graf Rudolf IV. von Tübingen, in 2. Ehe mit Graf Ulrich von Schelklingen, die andere mit Graf Simon von Zweibrücken, Herren von Eberstein, vermählt war. Zu der von Graf Berchtold ausgehenden Löwensteiner Linie, in einzelnen Gliedern wohl auch von Wolfsölden und Beilstein genannt, gehörte Graf Gottfried, ohne Zweifel Teilnehmer an der Empörung König HEINRICHS (VII.). Sie erlosch im Mannesstamme gegen Ende des 13. Jahrhunderts mit den mutmaßlichen Ur-Enkeln Berchtolds, von welchem Graf Gottfried im Jahre 1277 seine Burgen Löwenstein und Wolfsölden an Würzburg verkaufte.
      Auf nicht nachweisbare Weise wurde Graf Gottfried von Calw, Bruder oder Geschwisterkind Adalberts VI., der Rechtsnachfolger der im 12. Jahrhundert, zum Teil im Gefolge König KONRADS III. und Kaiser FRIEDRICHS I. genannten Grafen Egino von Vaihingen und so der Begründer einer weiteren Linie des CALWER Hauses, der VAIHINGER, welche erst nach der Mitte des 14. Jahrhunderts erlosch. Am Ende des 12. und im Anfang des 13. Jahrhunderts lebend, fand sich der genannte Graf auch am Hofe Kaiser HEINRICHS VI. und seines Bruders, Herzogs von Tuszien, späteren Königs PHILIPP ein. Graf Konrad von Vaihingen starb im Jahre 1234, für Kaiser
      FRIEDRICH II. in Italien Kriegsdienste leistend, in einem Treffen gegen die Römer den Heldentod.
      Die alten Gaue, in welchen die Familie, meistens wohl in längerer Erbfolge, das Grafenamt mehr oder weniger sicher verwaltete, waren die fränkischen des Murr-, Glems-, Würm-, Enz-, Zaber-, Gardach-, Schotzachgaues, wozu von den schwäbischen, kurz im Besitz der Hauptlinie, wohl die Glehuntare kam. Über den größten Teil dieser Gaue erstreckte sich allem nach ein reicher, eine große Menge von Ministerialen zählender Grundbesitz des Geschlechtes, wie ihm insbesondere die Burgen Calw, Zavelstein, Vaihingen, Enzberg, Löwenstein, wahrscheinlich Asperg, Wolfsölden, Beilstein, Weinsberg gehörten. Dazu kamen zeitweise die Schutzvogtei über das Kloster Lorsch und die von diesem Kloster übertragenen sieben Volllehen, die vom Hochstift Speier überlassene Vogtei über Bruchsal und andere. Unter den Orten, wo Glieder des Geschlechtes ihr Grafengericht hielten, ist der bekannteste Ingersheim im alten Murrgau, wonach im 10. und 11. Jahrhundert eine seiner Grafschaften hieß.
      Das Wappen der Grafen von Calw, welches auch die Löwensteiner und Vaihinger Nebenlinie beibehielten, ist ein auf 3 (auch 4) Bergspitzen schreitender Löwe.

      [2]
    • Grafen von Calw: siehe auch bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Calw


  • Quellen 
    1. [S3] Genealogie-Mittelalter.de, Karl-Heinz Schreiber, .

    2. [S3] Genealogie-Mittelalter.de, Karl-Heinz Schreiber.