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 Bohrer

Samuel

männlich - 856


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  • Name , Samuel 
    Geschlecht männlich 
    Titel/Amt/Status Lorsch Kloster [64653],Bergstraße,Hessen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Abt von Lorsch 
    Titel/Amt/Status Neuhausen [67549],Worms,Rheinland-Pfalz,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    gründete in Neuhausen das Stift St. Cyriakus 
    Titel/Amt/Status seit 837/838  Worms [67547],Worms,Rheinland-Pfalz,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Bischof von Worms 
    Gestorben 7 Feb 856  Lorsch Kloster [64653],Bergstraße,Hessen,Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  [1
    Personen-Kennung I1303  Mittelalter | LorschKlh
    Zuletzt bearbeitet am 14 Feb 2016 

  • Ereignis-Karte
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  • Notizen 
    • Neue Deutsche Biographie - Samuel

      Abt von Lorsch, Bischof von Worms (seit 837/38), † 7.2.856, ⚰ Lorsch, seit 1273 Neuhausen bei Worms.

      Leben
      Folgt man dem Chronicon Laureshamense aus dem 12. Jh., dann wurde S. von Kindheit an im Kloster Lorsch erzogen. Hält man ihn allerdings, wie allgemein angenommen, für identisch mit einem Fuldaer Mönch gleichen Namens, dann wäre er nicht nur in Lorsch und Fulda ausgebildet worden, sondern auch bei Alkuin in Tours und hätte bei dieser Gelegenheit eine bleibende Freundschaft mit Hrabanus Maurus geschlossen, der diesem S. sieben kleine Gedichte widmete. Überzeugende Argumente für diese Gleichsetzung gibt es jedoch nicht. In der Liste Lorscher Mönche im ca. 824 angelegten Reichenauer Verbrüderungsbuch ist jedenfalls ein S. an erster Stelle nach dem Abt Adalung genannt, so daß seine Erhebung zum Abt nach dessen Tod am 24.8.837 als folgerichtiger Schritt erscheint.

      Wohl noch im selben Jahr, auf jeden Fall vor dem 24.2.838, wurde S. zum Bischof von Worms erhoben, behielt jedoch die Leitung des Klosters bis zu seinem Lebensende bei. Im karoling. Bruderkrieg bis 843 stand er auf Seiten Ks. Lothars I. und söhnte sich, zusammen mit dem Großteil des ostfränk. Klerus, erst 847 mit Kg. Ludwig d. Dt. aus. Obwohl dieser in der Folgezeit S. und seinem Kloster Lorsch mehrere Privilegien gewährte, mied er die Stadt Worms zu Lebzeiten S.s (im Gegensatz zu späteren Jahren), während der Bischof nicht im Reichsdienst nachzuweisen ist. Beides spricht für eine fortdauernde Distanz zwischen S. und dem König. In Worms ließ S. 852 den Dorn umbauen und gründete in Neuhausen nördl. der Stadt das Stift St. Cyriakus, dessen Kirche er 847 weihte. Nach seinem Tod wurde S. zunächst in Lorsch bestattet; eine von dort überlieferte Grabinschrift scheint freilich spätere Erfindung zu sein. 1273 wurden aus unbekanntem Anlaß seine Gebeine in die Stiftskirche von Neuhausen überführt, die in der Reformation säkularisiert und 1793 endgültig zerstört wurde.

      Literatur
      ADB 30; H. Gensicke, in: Die Reichsabtei Lorsch, FS z. Gedenken an ihre Stiftung 764, hg. v. F. Knöpp, 1973, S. 253-55; E. Gierlich, Die Grabstätten d. rhein. Bischöfe vor 1200, 1990, S. 209 f.; R. Fuchs, Die Inschrr. d. Stadt Worms, 1991, S. 52 f. Nr. 48; A. U. Friedemann, Das Bm. v. d. Römerzeit bis ins hohe MA, in: Das Bm. Worms, Von d. Römerzeit bis z. Auflösung 1801, hg. v. F. Jürgensmeier, 1997, S. 13-43, hier S. 20 f.; B. Bigott, Ludwig d. Dt. u. d. Reichskirche im Ostfränk. Reich (826–876), 2002, passim.

      [1]
    • Geschichte des ehemaligen Klosters Lorsch an der Bergstraße:
      nach d. Quellen u. mit bes. Hervorhebung d. Thätigkeit d. Klosters auf d. Gebiete d. Kunst u. Wissenschaft

      [2]

  • Quellen 
    1. [S21] Neue Deutsche Biographie Onlinefassung, Deutinger, Roman, "Samuel" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 411 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd138100772.html.

    2. [S50] Geschichte des ehemaligen Klosters Lorsch an der Bergstrasse, Val. Alois Franz Falk, (J.A. Giani, 1866), 36.