Familien und Verwandte der Vorfahren der Grafen Beilstein / Wolfsölden / Schauenburg

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Namensliste

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Ahn-Nr. 153857.18; 283521.19; 283905.19; 287105.19; 300289.19; 567113.20; 567881.20; 574281.20; Pers-Nr: 39

Personenblatt


Name:

Chalpaida

Datum

Konf

Hinweis

Ort, PLZ, Staat


Heirat


Arnulfinger, Pippin II. der Mittlere von Heristal, Fränkischer Hausmeier

Geburt

um 0635

Tod

16.12.0714

<140>

Heirat

<<45>>

Historie zur Person

Chalpaida Friedelfrau Pippins II. des Mittleren

Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Chalpaida

Chalpaida
Chalpaida, auch Alpais (lat. Chalpaidis; † vermutlich vor 714) war die Mutter von Karl Martell und eine Friedelfrau von Pippin dem Mittleren. Über Chalpaida gibt es kaum gesicherte Informationen.
Leben und historische Rolle
Der Ort ihrer Herkunft und ihr Adelsgeschlecht sind unbekannt. Es wird angenommen, dass sie die Schwester des Hausmeiers Dodo oder eine Cousine zweiten Grades von Bertrada der Älteren war. Ihr Geburtsort wird in der Nähe von Prüm vermutet.
Chalpaida gebar einen Sohn, der das Ende der Arnulfinger vorbereitete und dessen Nachfahren nun den Namen der Karolinger trugen. Dessen Sohn wurde der erste König einer Dynastie, die bald die Kaiserwürde trug.
Nach neueren Erkenntnissen hat sie mit ihrem Gatten Pippin dem Mittleren eine vollgültige Ehe geführt, die über ein Jahrzehnt gehalten haben soll. Pippin wandte sich jedoch 702 wieder seiner ersten Gemahlin zu. Bei den Auseinandersetzungen zwischen ihrem Sohn Karl Martell und Plektrud wird sie nicht mehr erwähnt. Daher vermutet man, dass sie vor ihrem Gatten verstorben ist.

Schwennicke Detlev: Tafel 3, "Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"
PIPPIN DER MITTLERE
+ Jupille 6.XI.714
680 dux
688 Hausmeier (principale regimine majorum domus)
I. oo um 670/75
PLEKTRUDIS
Begraben: Köln St. Maria im Kapitol
Tochter von (Pfalzgraf) Hugobert und Irmina von Oeren
Gründet St. Maria zu Köln, urk. 691/717

II. oo CHALPAIDA
uxor nobilis et elegans

Hlawitschka Eduard: Seite 73, "Die Vorfahren Karls des Großen
18. Chalpaida

Zu jener uxor Pippins des Mittleren und Mutter Karl Martells vgl. die Hinweise bei Nr. 16.
Zeitgenössische Quellen sagen nichts aus über Abstammung und Geschwister. In der bereits im 9. Jahrhundert einsetzenden legendenhaften Ausschmückung der um 730 verfaßten 1. Vita des etwa 730 erschlagenen Bischofs Lambert von Lüttich wird jener Dodo domesticus, der nach Angabe der 1. Vita Landeberti diesen Bischof erschlug, mehr und mehr dem Königshofe angenähert, um dann in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts bei Anselm von Lüttich als Bruder Chalpaidas in Erscheinung zu treten. Von hier aus ging Dodo dann als Chalpaida-Bruder in viele spätere Vitenbearbeitungen und Berichte ein; vgl. hierzu neben der älteren Untersuchung zu dieser Frage bei Th. Breysig, Jahrbücher des Fränkischen Reiches, 714 bis 741. Die Zeit Karl Martells, Leipzig 1869, Seite 116ff., B. Krusch in MG. SS. rer. Merov. 6, Seite 343ff., und die neuere Literatur bei Watterbach-Lecison, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter, Vorzeit und Karolinger, Heft 2, bearbeitet von H. Löwe, Weimar 1953, Seite 165f.

Konecny Silvia: Seite 50, "Die Frauen des karolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert."
Über die Ehe Pippins II. mit Alpais, der Mutter Karl Martells, ist nahezu nichts überliefert. Doch legt das mutmaßliche Zusammentreffen dieser Ehe mit dem Aufstieg Pippins seit dem Sieg von Tertry, und der Rückhalt, den Karl Martell bei seinen Auseinandersetzungen mit Plektrud später gehabt haben muß, die Vermutung nahe, daß Pippin II. sie mit Alpais eine politisch bedeutende Verbindung eingegangen. Eine späte Fassung der Vita Landiberti, die allgemein als legendenhaft verworfen wird, berichtet über die Verwandtschaft der Alpais in einer Weise, die sich gut in dieses Bild fügen würde. Die Quelle gibt nämlich an, der heilige Lambert sei, weil er Pipin II. wegen seiner Ehe mit Alpais tadelte, auf deren Anstiftung von ihrem Bruder Dodo, einem einflußreichen Adeligen, ermordet worden. Zwar dürfte die Legendenbildung eindeutig erwiesen sein, dennoch wäre zu erwägen, ob nicht die erste Fassung der Vita Landiberti die Beziehungen Lamberts zu Karl Martell beschönigen wollte, und Dodos enge Beziehung zu letzterem deshalb unerwähnt blieb. Der Einfluß jenes Dodo wird jedenfalls später ganz realistisch beschrieben, und wenn auch die Ermordung Lamberts legenhaft mit Alpais in Zusammenhang gebracht wird, so kann diese doch mit Dodo verwandt gewesen sein. Diese Interpretation hätte gegenüber jener, die der späteren Fassung der Vita Landiberti jeden Quellenwert abspricht, zumindest den Vorteil, eine Erklärung für die Ehe Pippins II. mit Alpais und den Aufstieg Karl Martells zu bieten. Wie lange die Verbindung bestanden hat, ist nicht festzustellen. Alpais scheint vor ihrem Gatten, möglicherweise sogar noch vor jener Serie gemeinsamer Schenkungen Pippins und Plektruds gestorben zu sein, jedenfalls spielte sie bei den Auseinandersetzungen zwischen Karl Martell und Plektrud keine Rolle.

Wies Ernst W.: Seite 30,70, "Karl der Große. Kaiser und Heiliger."

In dieser Schicksalsstunde trat Karl Martell, Pippins Sohn aus der Verbindung mit der Friedelfrau Chalpaida (Friedel war im althochdeutschen Recht die lösbare Ehe mit einer freien Frau, deren Sicherstellung nur in der Morgengabe bestand), in den Kampf zur Erhaltung des politischen Erbes seines Vaters.
Karl Martell wird angeführt, der als Bastardsohn Pippins des Mittleren und der Chalpaida von der Thronfolge ausgeschlossen war und sich sein Recht mit dem Schwert erstreiten mußte.

Werner Matthias: Seite 269,279, "Adelsfamilien im Umkreis der frühen Karolinger"

Ausgehend von der Annahme, auch Karl Martell habe als Sohn Pippins II. und dessen Nebenfrau Chalpaida durchaus Besitzungen Plektruds erlangen können, hielt er Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Plektrud und Bertrada der Älteren für die einfachste Erklärung der gemeinsamen Besitzrechte König Pippins und Bertradas der Jüngeren. Als nächstliegende und wahrscheinlichste Möglichkeit verwandtschaftlicher Verbindungen sah er an, daß Plektrud und Bertrada die Ältere Schwestern gewesen seien.
Wesentlich näher liegt die Vermutung, daß Karl Martell über seine Mutter Chalpaida mit der Gründerfamilie von Prüm verwandt gewesen war. Chalpaida wäre bei einer solchen Annahme am ehesten wohl als eine Cousine zweiten Grades Bertradas der Älteren anzusehen.

Literatur:
Dahn Felix: Die Franken. Emil Vollmer Verlag 1899 - Ewig Eugen: Die Merowinger und das Frankenreich. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1988, Seite 186 - Hlawitschka Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9., 10. und 11. Jahrhundert. Kommissionsverlag: Minerva-Verlag Thinnes Nolte OHG Saarbrücken 1969, Seite 167 - Hlawitschka Eduard: Lotharingien und das Reich an der Schwelle der deutschen Geschichte. Anton Hiersemann Stuttgart 1968, Seite 17 - Konecny Silvia: Die Frauen des karolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert. Dissertation der Universität Wien 1976, Seite 50 - Mühlbacher Engelbert: Deutsche Geschichte unter den Karolingern. Phaidon Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion - Riche Pierre: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1991, Seite 51 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 33,35,37 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 3 - Werner Karl Ferdinand: Die Ursprünge Frankreichs bis zum Jahr 1000. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1995, Seite 364 - Werner Matthias: Adelsfamilien im Umkreis der frühen Karolinger. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1982, Seite 269, 279 - Wies Ernst W.: Karl der Große. Kaiser und Heiliger. Bechtle Verlag Esslingen 1986, Seite 30,70 -


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Namensliste

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 Hauptquelle: Genealogie-Mittelalter.de

 

Stand 18.10.2007

© Peter Bohrer, Heppenheim

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